Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 01:00 Mehrheit skeptisch bei Aufnahme weiterer iranischer Flüchtlinge +++

24.03.2026, 00:02 Uhr

Die Eskalation im Iran-Krieg hat eine Diskussion über mögliche Flüchtlingsbewegungen aus der Region ausgelöst. In Deutschland sind 73 Prozent der Menschen der Meinung, dass ihr Land mit der Aufnahme weiterer iranischer Flüchtlinge nicht gut zurechtkommen würde, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und "RTL" ergab. Demnach sind Anhänger der CDU/CSU mit 80 Prozent überwiegend dieser Meinung, unter den Wählern der AfD sind es 98 Prozent. Aber auch bei Anhängern der SPD (63 Prozent) und der Linken überwiegt die Skepsis. Allein Unterstützer der Grünen sehen den Angaben zufolge mehrheitlich in dieser Frage keine größeren Probleme auf Deutschland zukommen.

+++ 00:11 Bericht: USA sehen in Irans Parlamentspräsidenten möglichen Partner +++

Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht. Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der den Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte, berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran liegen zunächst nicht vor.

+++ 23:29 Japan will für Durchfahrt von Öltankern nicht um Erlaubnis fragen +++

Die japanische Regierung will den Iran nicht um Erlaubnis für die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus bitten. Auf die Frage, ob die Regierung den Iran auffordern werde, japanische Schiffe die Straße von Hormus passieren zu lassen, sagt Außenminister Toshimitsu Motegi dem Sender Fuji Television, dass Tokio dies "momentan" nicht in Betracht ziehe. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte zuvor, der Iran sei bereit, japanischen Schiffen bei der Durchfahrt zu helfen. Araghtschi bestritt, dass die Straße von Hormus gesperrt sei. Japan ist auf Ölimporte aus der Region angewiesen, ein Großteil davon passiert die Straße von Hormus. Diese ist seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar durch das iranische Militär de facto gesperrt.

+++ 22:21 Indische Tanker passieren Straße von Hormus +++

Zwei weitere unter der Flagge Indiens fahrende Tanker haben nach indischen Angaben die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die "Jag Vasant" und die "Pine Gas", die zusammen rund 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, erklärt das indische Schifffahrtsministerium.

+++ 21:42 Israels Finanzminister will Israels Grenze in Libanon verlegen +++

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich fordert eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche Südlibanons. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagt der Politiker in einem Radiointerview. Smotrich, der einer kleinen rechtsextremen Partei angehört, erhebt immer wieder Forderungen, die nicht der Regierungslinie von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entsprechen. Israel treibt seit einigen Tagen eine Offensive im Süden des Libanon voran. Damit soll verhindert werden, dass die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz den Norden Israels angreifen kann. 

+++ 21:13 ntv-Korrespondent: Trumps Iran-Vorstoß "ist Teil der Propaganda" +++

Trump spricht von Fortschritten, Teheran widerspricht. ntv-Korrespondent Gordian Fritz erklärt, warum beide Seiten ihre Version verbreiten - und was wirklich hinter den angeblichen Gesprächen steckt.

+++ 20:27 Netanjahu kündigt nach Trump-Telefonat Fortsetzung der Angriffe an +++

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu will die Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fortsetzen. Er habe mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagt Netanjahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die "enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, "um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde "unsere vitalen Interessen sichern", erklärt Netanjahu.

+++ 19:57 Israels Militär beendet weitere Angriffswelle im Iran +++

Ungeachtet der von den USA verkündeten Gespräche mit dem Iran über eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Krieges hat Israels Luftwaffe laut Militärangaben wieder Stellungen der iranischen Führung ins Visier genommen. Eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Irans Hauptstadt Teheran sei beendet worden, teilt die israelische Armee am Abend mit. Am Nachmittag wurden demnach mehrere Ziele angegriffen.

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