Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:10 Hisbollah: Haben israelische Truppen im Südlibanon angegriffen +++
Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz haben eigenen Angaben zufolge israelische Truppen in dem Dorf Chiam im Südlibanon angegriffen. Die Ansammlung israelischer Soldaten sei "mit einem Raketenhagel" ins Visier genommen worden, erklärte die Hisbollah am Abend. Zuletzt hatte die Miliz wiederholt Angriffe auf israelische Truppen in Chiam gemeldet, dem ersten Ort, in den die israelische Armee nach Beginn des Krieges vorgerückt war. Nach dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar hatte die vom Iran finanzierte Hisbollah den Norden Israels unter Beschuss genommen. Seither nimmt die israelische Armee Ziele im Libanon ins Visier, insbesondere in Gebieten, die als Hisbollah-Hochburgen gelten. Dazu zählen der Süden des Landes, die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut und die ostlibanesische Bekaa-Ebene. Am Montag gab die israelische Armee einen "gezielten Bodeneinsatz" gegen Stellungen der Hisbollah im Südlibanon bekannt. Deutschland sowie Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien riefen die israelische Regierung zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive auf. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Einsatz als "Fehler". Bei den israelischen Angriffen wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 886 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt. Mehr als eine Million Menschen seien seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon vertrieben worden, erklärten die libanesischen Behörden.
+++ 23:45 Trump: Israel würde nie Atomwaffen gegen Iran einsetzen +++
Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt - hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt. Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? "Israel würde so etwas niemals tun", sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten. Der hatte den Präsidenten mit einer Äußerung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: "Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht." Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort. Israel verfolgt seit Jahren eine Politik der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont, Israel werde "nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen". Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über 90 nukleare Sprengköpfe.
+++ 23:15 Iranischer Außenminister dementiert Gespräche mit US-Sondergesandten +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: "Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen." Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen. Zuvor hatte das Portal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging.
+++ 22:47 Iran droht mit Eskalation bei weiterem Angriff auf Ölinsel Charg +++
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, droht den USA für den Fall weiterer Angriffe auf die Ölinsel Charg mit Vergeltung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass der Iran sämtliche Öl- und Gasanlagen von Staaten zerstören werde, die an möglichen Angriffen beteiligt seien. Am Samstag hatte das US-Militär nach Angaben des Regionalkommandos Centcom rund 90 Ziele auf der für den iranischen Ölexport zentralen Insel bombardiert. US-Präsident Donald Trump warnte zudem, jede Behinderung der Schifffahrt in der Straße von Hormus werde seine bisherige Zurückhaltung gegenüber der iranischen Ölinfrastruktur auf der Insel beenden.
+++ 22:33 Brand in Fünf-Sterne-Hotel in Bagdad nach mutmaßlichem Drohnenangriff +++
In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll (siehe Liveticker-Eintrag von 20:33 Uhr). In dem betroffenen 18-stöckigen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Wer für den mutmaßlichen Drohnenangriff verantwortlich ist, ist noch unklar. Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation "sofort und professionell unter Kontrolle gebracht". Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen.
+++ 22:09 Deutschland und weitere Staaten rufen Israel zu Verzicht auf Bodenoffensive im Libanon auf +++
Deutschland und vier weitere westliche Staaten rufen Israel zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon auf. "Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Großbritanniens. Die israelische Armee hatte zuvor einen "gezielten Bodeneinsatz" gegen Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Südlibanon bekanntgegeben.
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