Politik

Versprechen zu Militärausrüstung?Trump will von Xi Offerte zum Iran erhalten haben

14.05.2026, 19:35 Uhr
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Der US-Präsident Trump ist zu Besuch in Peking - kann er nach den Gesprächen mit Staatschef Xi zuhause einen Erfolg präsentieren? (Foto: picture alliance / Kyodo)

In einem TV-Interview betont der US-Außenminister, die USA würden China nicht um Hilfe bitten, um den Krieg mit dem Iran zu beenden. Nun verkündet der US-Präsident, dass der chinesische Staatschef ihm seine Hilfe angeboten habe.  

Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. "Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er habe angeboten, "wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich. 

Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Straße von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China ist ein wichtiger Importeur von iranischem Öl und daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert.

Trump sagte zudem, Xi habe sich bereiterklärt, keine weitere militärische Ausrüstung an den Iran zu liefern. "Er hat das mit Nachdruck gesagt", so der US-Präsident. "Er sagte, er werde keine militärische Ausrüstung liefern." Eine Bestätigung aus Peking lag zu den angeblichen Äußerungen Xis nicht vor. China ist ein wichtiger Verbündeter Teherans und gehört neben Russland zu den wichtigsten Lieferanten des iranischen Militärs.

USA bitten laut Rubio nicht um "irgendetwas"

In einem zuvor veröffentlichten Interview des Senders NBC News sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass Trump Xi nicht um "irgendetwas" gebeten habe. "Wir haben nicht um Chinas Hilfe gebeten, noch benötigen wir ihre Unterstützung", sagte er. Trump habe allerdings Xi auf die Thematik hingewiesen.

Trump hält sich noch bis Freitag zum Staatsbesuch in Peking auf. Das Weiße Haus hatte nach dem ersten Gespräch mit Xi erklärt, beide Seiten stimmten darin überein, dass die Straße von Hormus für Energietransporte "offen bleiben" müsse.

Die Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von Teheran weitgehend gesperrt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/AFP

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