Politik

Steckt Russland dahinter? 74-Jähriger nach Briefbombenserie festgenommen

386848922.jpg

Die Ukraine verschärfte nach dem versuchten Anschlag die Sicherheitsvorkehrungen in Spanien.

(Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS)

Spanien gehört zu den Unterstützern der Ukraine in der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg. Im November werden Briefbomben an den spanischen Ministerpräsidenten und die ukrainische Botschaft geschickt - nun gibt es eine Festnahme in dem Fall. Geheimdienste haben einen brisanten Verdacht.

Nach einer Serie von Briefbomben, die unter anderem an die ukrainische Botschaft in Spanien und den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez geschickt wurden, ist der mutmaßliche Absender festgenommen worden. Die Polizei habe den "mutmaßlichen Urheber von sechs Briefen mit Sprengstoff" in Miranda de Ebro im Norden des Landes gefasst, teilte das Innenministerium in Madrid mit.

Nach Angaben einer Quelle bei der Polizei handelt es sich bei dem Verdächtigen um "einen 74-jährigen Rentner". Durch die Briefbomben wurde niemand getötet. Am 30. November 2022 war ein Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts der ukrainischen Botschaft in Madrid beim Öffnen eines Briefs leicht an der rechten Hand verletzt worden. Weitere Sendungen mit Sprengstoff wurden nicht nur beim Ministerpräsidenten, sondern auch im Verteidigungsministerium, an einem spanischen Militärstützpunkt und im spanischen Rüstungsunternehmen Interleza abgefangen, das Granatwerfer zur Lieferung in die Ukraine herstellt.

Kiew verschärfte nach den Vorfällen die Sicherheitsvorkehrungen in allen seinen Vertretungen, die spanische Justiz leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf Terrorismus ein. Westliche Geheimdienste vermuten nach Informationen der "New York Times", dass hinter der Briefbombenserie eine russische paramilitärische Gruppierung steckt.

Spanien unterstützt die Ukraine seit Beginn von Russlands Angriffskrieg. Zuletzt hat Spanien neben Waffen auch Stromgeneratoren an die Ukraine geliefert. Das Land kündigte zudem an, auch für eine Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern aus deutscher Produktion bereit zu sein. Möglich sei auch "die Ausbildung im Umgang mit Leopard-Panzern" oder "Hilfe bei deren Wartung und Instandhaltung", sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles im spanischen Fernsehen. Sie machte allerdings keine Angaben dazu, wie viele Panzer Spanien liefern könne, noch wann dies geschehen könnte.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen