Politik

Interview zum geplanten Rückzug AKK: "CDU ist nicht gespalten"

Nach der Ankündigung ihres Rückzugs von der CDU-Spitze begründet Kramp-Karrenbauer diesen mit der Führungskrise in ihrer Partei. Eine Spaltung der CDU verneint sie jedoch. "Es gibt auch keinen großen Richtungsstreit", sagt sie RTL/ntv.

Die noch amtierende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihren heute angekündigten Rückzug mit der Führungskrise in ihrer Partei begründet. "Zuerst geht es heute darum, eine Situation, die in der CDU augenscheinlich nicht geklärt ist, nämlich die Führungsfrage, ein Stück weit der Klärung zuzuführen", sagte sie der RTL/ntv-Redaktion.

Auf die innerparteilichen Konflikte in der CDU angesprochen, betonte Kramp-Karrenbauer, die CDU sei "nicht gespalten und es gibt auch keinen großen Richtungsstreit". Zwar gebe es Menschen, "die der Partei nahestehen oder ihr angehören, wie zum Beispiel Mitglieder der Werteunion, für die es denkbar ist, dass man mit der AfD zusammenarbeitet". Das sei aber ein kleiner Teil der CDU.

"Der überwiegende Teil der CDU hat heute auch meine Position im Bundesvorstand noch einmal ganz, ganz klar bestätigt: Es gibt keine direkte und keine indirekte Zusammenarbeit mit der AfD", sagte Kramp-Karrenbauer. "Wir sind dort ganz klar, im Übrigen auch genauso klar wie zur linken Seite."

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Auf die Frage, ob sie nicht Macht verliere, wenn sie - zunächst im Amt bleibend - einen Rücktritt ankündigt, entgegnete Kramp-Karrenbauer: "Ich sehe das anders. Bei mir ist ganz klar, dass ich sozusagen auf niemanden auch in den Positionierungen Rücksicht nehmen muss wegen eigener Ambitionen." Insofern könne sie "als gute Sachwalterin diesen Prozess vorantreiben". Sie empfinde sich damit gestärkt und mit mehr Freiheiten versehen. "Diese Freiheiten werde ich auch nutzen, damit die CDU auch einen guten Schritt vorankommt und damit wir eine gute Ausgangsposition für einen erfolgreichen Wahlkampf finden."

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Kramp-Karrenbauer hatte am Vormittag ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur der Union erklärt. Zudem will sie den Parteivorsitz in absehbarer Zeit abgeben. Bis zum Sommer solle die Frage, wer für CDU und CSU die Kanzlerkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl übernimmt, geklärt sein. Im Dezember soll diese Person dann auf dem Parteitag zu ihrem Nachfolger oder ihrer Nachfolgerin an der CDU-Spitze gewählt werden. Beide Ämter sollen demnach wieder in einer Hand vereint werden.

Das komplette Interview mit Kramp-Karrenbauer sehen Sie um Mitternacht im "RTL Nachtjournal".

Quelle: ntv.de, mli