Politik

Wer folgt auf von der Leyen? AKK will nicht Ministerin werden

Ein etwaiger Wechsel von Verteidigungsministerin von der Leyen nach Brüssel würde in Berlin eine Kabinettsumbildung nötig machen. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer winkt ab. Andere Kandidaten werden heiß gehandelt.

Nach dem Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin hat in Berlin die Diskussion über ihre Nachfolge begonnen. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will den Job nicht. Der "Bild" sagte Kramp-Karrenbauer auf die entsprechende Frage: "Ich habe mich bewusst entschieden, aus einem Staatsamt in ein Parteiamt zu wechseln. Es gibt in der CDU viel zu tun."

Hintergrund ist zum einen die Entscheidung des EU-Gipfels, die CDU-Politikerin von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin zu nominieren. Dem muss in den kommenden Monaten das europäische Parlament zustimmen. Sollte sie die Zustimmung bekommen, wird eine Umbildung des Kabinetts von Kanzlerin Angela Merkel auf Unionsseite nötig.

Zum anderen gibt es in der CDU eine Debatte, ob Kramp-Karrenbauer nicht als Ministerin mehr Möglichkeiten habe, sich zu profilieren. Die CDU-Chefin hatte die Umfragen zuletzt erheblich an Zustimmung verloren. Kramp-Karrenbauer hatte sich - wie die mittlerweise zurückgetretene SPD-Chefin Andrea Nahles - allerdings entscheiden, nicht ins Kabinett zu gehen, um unabhängig von der Kabinettsdisziplin als CDU-Chefin Positionen beziehen zu können.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus der Union sind Gesundheitsminister Jens Spahn sowie die Verteidigungsexperten Johann Wadephul und Henning Otte (alle CDU) für das Amt von der Leyens im Gespräch. Auch Ex-CDU-Generalsekretär und Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber hat demnach Chancen auf das Amt. Er habe sich in der Truppe große Beliebtheit erworben, hieß es aus mehreren Quellen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

Mehr zum Thema