Politik

Iran droht dem "Weltbully"Ajatollahs: Amerikaner gehören auf den Meeresboden

30.04.2026, 15:23 Uhr
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Ein-Demonstrant-haelt-ein-Bild-von-Modschtaba-Chamenei-Irans-neuem-Religionsfuehrer-und-Staatsoberhaupt-waehrend-einer-Versammlung-nach-der-Ankuendigung-einer-zweiwoechigen-Waffenruhe-mit-den-Vereinigten-Staaten-und-Israel
Bei einem Luftangriff wurde Chamenei wohl schwer verletzt. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

In der Öffentlichkeit zeigt sich der oberste Führer des Iran seit seiner Ernennung nicht. Doch im iranischen Fernsehen wird eine angebliche neue Rede von Chamenei verlesen. Sein Regime will demnach ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormus aufschlagen.

Die Führung des Iran hat angekündigt, seine Atom- und Raketenkapazitäten zu schützen und zugleich den USA gedroht. "90 Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen", hieß es in einer Rede des obersten Führers Modschtaba Chamenei, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.

Chamenei wurde bei einem Angriff während des Iran-Kriegs Ende Februar schwer verletzt. Laut einem Bericht der "New York Times" wurde er "schwer verwundet", sei aber "klar im Kopf". Ein Bein sei dreimal operiert worden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf iranische Regierungsvertreter. Zudem soll er Verletzungen an einer Hand erlitten haben und schwere Verbrennungen im Gesicht. Das mache es schwierig für ihn, zu sprechen. Diese Angaben lassen sich nicht überprüfen. Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer des Iran vor knapp zwei Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten.

Zugleich wurden erneute Drohungen gegen die Präsenz der US-Streitkräfte in der Region ausgesprochen. Zwei Monate nach dem "größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys" in der Region sowie "nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan" werde ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormus geschrieben, sagte Chamenei demnach weiter.

Die Islamische Republik teile das gleiche Schicksal mit den Nachbarn in den Gewässern des Persischen Golfs und des Golfs von Oman. "Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns - außer auf dem Grund seiner Gewässer." Die verlesene Ansprache erfolgte anlässlich des Tags des Persischen Golfs, der jährlich im Iran am 30. April begangen wird.

Die Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sind zuletzt ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, es habe zwar Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte.

Quelle: ntv.de, lme/

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