Politik

Ex-Republikaner mit Ambitionen Amash will gegen Trump antreten

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Justin Amash hat die Republikaner im Streit verlassen.

(Foto: AP)

Bisher hat sich Justin Amash vor allem als scharfer Kritiker von US-Präsident Donald Trump einen Namen gemacht. Nun macht sich der 40-Jährige daran, zum Herausforderer des Präsidenten zu werden. Er könnte das Zünglein an der Waage werden.

Knapp ein halbes Jahr vor den Präsidentschaftswahlen in den USA steigt ein weiterer Kandidat ins Rennen um das Präsidentenamt ein. Der parteilose US-Kongressabgeordnete Justin Amash teilte bei Twitter mit, er habe ein Sondierungskomitee eingesetzt. Ein solches Komitee ermöglicht es, frühzeitig Spenden für den Wahlkampf einzuwerben und Mitarbeiter anzustellen. Amash strebt nun nach eigenen Angaben die Nominierung als Kandidat der Libertarian Party (Libertären Partei) an.

"Ich bin aufgeregt und geehrt, diese ersten Schritte zu unternehmen, um Amerikanern als Präsident zu dienen, egal welchen Hintergrund sie haben", ergänzte er. Dazu verlinkte er eine Kampagnen-Webseite mit dem Titel "Amash for America". Der Abgeordnete aus dem Bundesstaat Michigan war im Juli 2019 aus Kritik am Zustand des Zwei-Parteien-Systems aus den Republikanern ausgetreten und hatte sich für unabhängig erklärt.

Zwei Namen stehen fest

Der 40-Jährige ist wiederholt mit scharfer Kritik an US-Präsident Donald Trump aufgefallen. So schloss er sich im Sommer einer Resolution an, die die als rassistisch kritisierten Attacken Trumps auf vier demokratische Abgeordnete verurteilte. Trump strebt eine Wiederwahl an. Obwohl die Vorwahlen noch laufen, steht bei den Demokraten Joe Biden als Präsidentschaftskandidat quasi fest, nachdem sich der linke Senator Bernie Sanders aus dem Rennen zurückgezogen hat. Auch die Vorwahl im Bundesstaat Ohio am Dienstag entschied der 77-jährige frühere Vize-Präsident Medienberichten zufolge klar für sich, auch wenn Sanders noch mit auf dem Wahlzettel stand.

Amash hat keine Chancen auf einen Sieg, könnte als Präsidentschaftskandidat aber den Ausgang der US-Präsidentenwahl am 3. November beeinflussen, da ihn sowohl frustrierte Republikaner, als auch unzufriedene Demokraten unterstützen könnten.

Quelle: ntv.de, sba/AFP/dpa

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