Politik

"Reisen derzeit nicht angeraten" Merkel hat sich im Urlaub verletzt

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Wie sich Angela Merkel die Verletzung zugezogen hat, ist nicht bekannt.

(Foto: REUTERS)

Ihr erster Sommerurlaub als Politrentnerin endet für Angela Merkel schmerzhaft: Wie erst jetzt bekannt wird, hat sich die Altkanzlerin vor etwa drei Wochen eine Knieverletzung zugezogen - und zwar so schwer, dass Reisen noch den gesamten September lang nicht möglich sein werden.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Ende ihres Urlaubs das Knie verletzt. Ihre Sprecherin bestätigte, dass sie auf dem Weg der Besserung sei, aber noch keine weiteren Reisen unternehmen könne. Auch eine Teilnahme an einer möglichen Trauerfeier für den russischen Friedensnobelpreisträger und ehemaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow sei ihr aus diesem Grund nicht möglich. Merkel hatte ihren Urlaub schon vor drei Wochen beendet.

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Merkel und Messner 2006 auf dem Monte Rite - ein seltener Pressetermin während des Urlaubs der damaligen Kanzlerin.

(Foto: picture alliance/dpa/Agenzia_obiettivo)

Laut Sprecherin sind der Altkanzlerin Reisen noch für den gesamten September nicht möglich. Der Heilungsprozess verlaufe zwar sehr gut, angesichts der Verletzung seien "Reisen dieser Art derzeit aber nicht angeraten". Details zu der Verletzung nannte die Sprecherin nicht. Auch über die Umstände machte sie keine Angaben, sagte aber, dass Merkel nicht operiert werden musste.

Schon zu Amtszeiten verbrachte Merkel ihren Urlaub mit Ehemann Joachim Sauer in der Regel in Südtirol. Mehrmals reiste das Paar nach Sulden - einem Bergdorf mit etwa 400 Einwohnern, und suchte dort vor allem die Abgeschiedenheit beim Wandern. So wohl auch in diesem Jahr. Interviews oder Pressetermine gibt es in der Regel nicht, dafür aber gelegentlich Ausflüge mit Reinhold Messner. Der Ort war angeblich ein Geheimtipp des Bergsteigers.

Altkanzlerin würdigt Gorbatschow

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Der dpa hatte Messner 2021 erzählt, dass er Merkel damals auf die norditalienische Provinz aufmerksam gemacht habe. Noch vor ihrer Zeit im Kanzleramt habe sie ihn bei einem Treffen gefragt: "Wo kann ich in Ruhe Ferien machen in den Bergen?", erzählte der 77-Jährige. "Sie hat immer davon geträumt, in die Berge zu gehen und konnte das nicht in der DDR."

Merkel hatte Gorbatschow am Morgen als "einen einzigartigen Weltpolitiker" gewürdigt. "Möge die Erinnerung an seine historische Leistung gerade in diesen schrecklichen Wochen und Monaten des Krieges Russlands gegen die Ukraine ein Innehalten möglich machen", hieß es in einer Erklärung Merkels, die auf der Internetseite der CDU-Politikerin veröffentlicht wurde.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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