Drei Kinder unter den OpfernBehörde: Neun Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Eigentlich soll im Gazastreifen eine Waffenruhe gelten, doch das israelische Militär tötet dort immer wieder Menschen. Die Armee spricht in der Regel von Angriffen auf Kämpfer. Bei neuen Vorfällen kommen nach palästinensischen Angaben wieder Unschuldige ums Leben.
Bei israelischen Angriffen sind im Gazastreifen nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde mindestens neun Palästinenser getötet worden. Unter den Toten seien drei Kinder im Alter von zehn, acht und sechs Jahren. Zwölf Menschen seien verletzt worden. Die Angriffe galten Gaza-Stadt und einem Lager für Vertriebene in Chan Junis. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Kämpfer ins Visier genommen. Von Opfern sei nichts bekannt.
Palästinensischen Berichten zufolge wurde eine Person in der südlichen Stadt Rafah durch einen Kopfschuss getötet, eine andere sei bei einem israelischen Angriff auf ein Fahrzeug im westlichen Teil von Gaza-Stadt ums Leben gekommen. Vier Menschen, darunter das zehnjährige Kind, seien in dem Lager für Vertriebene getötet worden.
Das sechsjährige Kind wurde den Angaben zufolge im Stadtteil Zaytun von Gaza-Stadt erschossen. Das acht Jahre alte Kind erlag Verletzungen, die es am Dienstag bei einem Angriff auf ein Fahrzeug erlitten hatte, wie laut der israelischen Zeitung "Haaretz" berichtet wurde. Zudem soll eine weitere Person im Westen von Gaza-Stadt getötet worden sein.
Offiziell gilt seit Oktober vergangenen Jahres eine Waffenruhe im Gazastreifen. Dennoch kommt es immer wieder zu israelischen Angriffen. Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 1000 Menschen getötet worden. Die Vereinten Nationen, zahlreiche Menschenrechtsorganisationen und Genozid-Forscher werfen Israels Regierung und Militär Kriegsverbrechen und einen Völkermord im Gazastreifen vor.