Politik

Kalayci im "ntv Frühstart" Berlin setzt auf Döner statt auf Bratwurst

Deutschland muss beim Impfen aufholen, sonst drohen im Herbst strengere Zugangsregeln. Mit einer Aktionswoche will Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci die Impfquote der Hauptstadt nach oben treiben.

In Thüringen ist es die Bratwurst, in Berlin der Döner: SPD-Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci will zum Start der bundesweiten Corona-Impfwoche mit "kreativen Ideen", wie sie es nennt, bisher Ungeimpfte zum Impfen bewegen. "In dieser Aktionswoche wird Berlin Aktivitäten auf den Weg bringen wie etwa eine lange Nacht des Impfens", so Kalayci im RTL/ntv-Frühstart, auch Döner-Gutscheine seien als Überzeugungshilfe geplant. Die Impfquote komme in ganz Deutschland leider nur schleppend voran. "Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, wir haben es nicht geschafft. Der Herbst steht vor der Tür, wir sind in der vierten Welle und wir haben Impfquoten, die sind tatsächlich nicht ausreichend, um das Schlimmste zu vermeiden."

Sollte das aus ihrer Sicht Schlimmste, also eine ungebremste vierte Welle, nicht durch die jetzt groß angelegte Impfaktion zu kontrollieren sein, dann wären auch wieder Maßnahmen notwendig wie etwa 2G - also Zugang zu vielen Bereichen nur für Geimpfte und Genesene. "Das Testen ersetzt nicht das Impfen. Das muss man klar sagen. Bei denen ein Impfen nicht möglich ist, also bei den unter Zwölfjährigen, da geht es nicht anders. Bei den über Zwölfjährigen müssen wir aber massiv auf das Impfen setzen."

Der Ausdrucksweise des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der Impfunwillige jüngst als "Bekloppte" bezeichnet hatte, mag sich Kalayci nicht anschließen. "Das ist seine Wortwahl. Er hat sich die Freiheit genommen." Sie habe aber auch kein Verständnis für Menschen, die sich nicht impfen lassen. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass es Hardliner gebe, die sagen, ich lass mich auf keinen Fall impfen. "Aber es gibt auch einen Bevölkerungsanteil, der noch überlegt, und den müssen wir ansprechen und motivieren."

Quelle: ntv.de, cwi

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