Politik

Von Republikaner zertifiziert Bidens Sieg in Georgia nun amtlich

231e50e14c3346cffdd1fd6b7a6e3f53.jpg

Biden bekommt die 16 Wahlleute aus Georgia, das ist nun offiziell.

(Foto: AP)

Joe Biden hat in Georgia gewonnen - das ist nun offiziell. Zuvor waren fünf Millionen Stimmen noch einmal per Hand ausgezählt worden. Donald Trump zweifelt weiter am Ergebnis. Und er könnte auch noch eine weitere Auszählung verlangen.

Der Wahlsieg von Joe Biden im Bundesstaat Georgia ist offiziell bestätigt. Der zuständige Staatssekretär Brad Raffensperger habe die Ergebnisse amtlich zertifiziert, sagte Gouverneur Brian Kemp. Das weitere Verfahren sieht nun vor, dass Kemp binnen 24 Stunden die Zahlen bestätigt und damit die 16 Wahlleute des Bundesstaates beauftragt, am 14. Dezember für Biden als Präsidenten zu stimmen.

Der unterlegene Präsident Donald Trump hat danach bis inklusive Dienstag Zeit, eine Neuauszählung der Stimmen zu beantragen. Das ist möglich, weil der Abstand zwischen den Kandidaten unter 0,5 Prozentpunkten liegt. Mehrere Klagen seiner Anwälte gegen die Wahlergebnisse waren in Georgia - genauso wie in mehreren anderen Bundesstaaten - vor Gericht gescheitert.

Der Bundesstaat Georgia hatte die händische Nachzählung der rund fünf Millionen Stimmzettel selbst angeordnet, weil das Ergebnis so knapp war. Und das neue Ergebnis fällt noch ein bisschen enger aus: Bidens Vorsprung vor Trump schrumpfte von rund 14.000 auf 12.670 Stimmen. Grund für die neuen Trump-Stimmen war eine Panne bei der ersten Auszählung. Die Wahlkommissionen in zwei von Republikanern beherrschten Bezirken hatten vergessen, mehrere tausend ausgezählte Stimmen in die Rechnung aufzunehmen.

Kemp kritisierte dann auch scharf, dass es Unregelmäßigkeiten in diesem Ausmaß gegeben habe. Auch forderte er seinen Parteikollegen Raffensperger auf, eine Teilprüfung der Stimmzettel durchzuführen, die nicht direkt am Wahltag abgegeben wurden, um eventuelle Unregelmäßigkeiten bei den Unterschriften zu untersuchen. Trump sprach auf Twitter erneut von "Hunderttausenden illegalen Stimmzetteln", die ihn um einen "großen Sieg" gebracht hätten. Raffensperger hatte dagegen in den vergangenen Tagen wiederholt betont, dass keine Anzeichen für Wahlfälschung gefunden worden seien.

Raffensperger und Kemp sind genauso wie andere führenden Amtsträger in dem Bundesstaat selbst Republikaner. Biden hat in Georgia als erster Demokrat nach Bill Clinton im Jahr 1992 gewonnen. Insgesamt kann er 306 der landesweit 538 Wahlleute für sich beanspruchen. Für einen Sieg bei der Präsidentschaftswahl brauchte er mindestens 270 Wahlleute.

Quelle: ntv.de, ino/dpa