Bleibt aber in OppositionAfD feiert in Baden-Württemberg "Riesenerfolg"

Die AfD hat ihr Ergebnis bei den Wahlen in Baden-Würtemmberg verdoppelt und landet auf Platz drei. Auch wenn keine der übrigen Parteien mit der AfD koalieren will. Die Rechtspopulisten sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Nach deutlichen Zugewinnen seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht Spitzenkandidat Markus Frohnmaier die AfD als wichtigste Oppositionspartei in Baden-Württemberg. "Wir haben uns im Grunde als die relevante Oppositionskraft im Südwesten etabliert", sagte Frohnmaier am Abend in der ARD. "Darauf sind wir natürlich stolz."
Laut Hochrechnung der ARD erreichten die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir bei der Landtagswahl am Sonntag 31,8 Prozent, während die CDU mit Spitzenkandidat Manuel Hagel auf 29,3 Prozent kam. Auf dem dritten Platz landete demnach die AfD mit 17,6 Prozent vor der SPD mit nur 5,5 Prozent.
Frohnmaier zog als "Ministerpräsidentenkandidat" in den Wahlkampf, setzte neben einer härteren Migrationspolitik vor allem auf die Rettung der Autoindustrie und die Senkung der Energiepreise. Trotz des Erfolgs wird der Bundestagsabgeordnete in Berlin bleiben. Frohnmaier kandidierte gar nicht für den Landtag, er wäre nur als Regierungschef nach Stuttgart gezogen.
Auch der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat sich "sehr zufrieden" mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gezeigt. Es handele sich um einen "Riesenerfolg" sagte er mit Blick auf die 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF. Die AfD habe ihr Ergebnis verdoppelt und sei jetzt stärkste Oppositionspartei im Landtag. "Wir sind der Gewinner des Abends", sagte Chrupalla. "Wir sind jetzt auch in Baden-Württemberg Volkspartei."
Mit einer Verdoppelung der Ergebnisse könne die Partei laut der Bundesvorsitzenden Alice Weidel "sehr zufireden sein", sagte sie in der ARD. Von ihrer Partei sei in Baden-Württemberg das Gleiche zu erwarten wie im Bundestag, wo die Partei ebenfalls die größte Oppositionspartei stelle, sagte Weidel: "Wir werden Oppositionsarbeit machen."
Die AfD wird vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall beobachtet. Die Partei wird auf keinen Fall mitregieren - weil keiner mit den Rechtspopulisten koalieren will.