Politik

5000 statt 50 Schuss Bolsonaro lockert Waffenrecht weiter

117986788.jpg

Löst seine Wahlkampfversprechen ein: Brasiliens Präsident Bolsonaro.

(Foto: picture alliance/dpa)

Brasilien gilt als eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Der neue Präsident Bolsonaro hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Land sicherer zu machen. Allerdings sorgt das Wie für Kritik: Er liberalisiert das Waffenrecht.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Waffenrecht in dem südamerikanischen Land weiter liberalisiert. Der Ex-Militär unterzeichnete ein Dekret, nach dem Waffenbesitzer künftig bis zu 5000 Schuss Munition pro Waffe und Jahr erwerben dürfen. Bislang war die Menge auf 50 Schuss begrenzt.

Zudem wird der Import und der Vertrieb von Waffen in Brasilien vereinfacht. "Das Dekret ist kein Projekt der öffentlichen Sicherheit, es ist unseres Erachtens nach sogar noch wichtiger als das. Es gibt den Menschen ein individuelles Recht, Waffen zu tragen, wenn sie einige Anforderungen erfüllen", sagte Bolsonaro.

Mehr Schutz oder mehr Tote?

Der frühere Fallschirmjäger hatte bereits im Wahlkampf lockerere Waffengesetze versprochen. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar erlaubte er den Brasilianern per Dekret, bis zu vier Schusswaffen zu kaufen und zuhause oder am Arbeitsplatz aufzubewahren.

Brasilien ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 51.000 Menschen getötet. Mit der Liberalisierung des Waffenrechts will Bolsonaro den Schutz der Bevölkerung verbessern. Kritiker gehen hingegen davon aus, dass mehr Waffen die Gewalt noch weiter verschärfen könnten.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

Mehr zum Thema