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Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 14 Jahren für Bowe Bergdahl gefordert.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 14 Jahren für Bowe Bergdahl gefordert.(Foto: AP)
Freitag, 03. November 2017

US-Soldat beging Fahnenflucht: Bowe Bergdahl muss nicht ins Gefängnis

Bowe Bergdahl entfernt sich 2009 in Afghanistan von seinem Stützpunkt, wird von Taliban-Kämpfern gefangen genommen und erst Jahre später in einem umstrittenen Gefangenaustausch freigelassen. Obwohl er nicht ins Gefängnis muss, hat das nun Konsequenzen.

Der US-Soldat Bowe Bergdahl, der 2014 nach fünfjähriger Geiselhaft in einem umstrittenen Gefangenenaustausch freigekommen war, muss nicht ins Gefängnis. Das entschied laut eines Sprechers der US-Armee ein Militärrichter in Fort Bragg. Der Richter ordnete aber die unehrenhafte Entlassung des 31-Jährigen aus dem Militär an und stufte seinen Rang herunter. Bergdahl muss zudem zehn Monate lang eine Geldstrafe von 1000 US-Dollar zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine Haftstrafe von 14 Jahren ausgesprochen.

Bergdahl bekannte sich in dem Verfahren der Fahnenflucht und des Fehlverhaltens vor dem Feind schuldig. Ihm wurde vorgeworfen, andere Soldaten in Gefahr gebracht zu haben, indem er sich Ende Juni 2009 unerlaubt von einem Stützpunkt in der afghanischen Provinz Paktika entfernte. Stunden später wurde er von Taliban-Kämpfern gefangen genommen. Mit ihnen verbündete Militante hielten Bergdahl fünf Jahre lang in Pakistan fest.

Unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama wurde Bergdahl schließlich im Mai 2014 im Austausch gegen fünf in Guantánamo Bay gefangene Taliban freigelassen - ein stark umstrittener Handel. So hatte auch Donald Trump Bergdahl während des Präsidentschaftswahlkampfes mehrfach als "miesen Verräter" gebrandmarkt.

Quelle: n-tv.de