Politik

Linksextremistische Serie? Brandstifter zünden Auto von AfD-Politiker an

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Der heutige AfD-Politiker Frank Hansel war früher Mitglied in der SPD.

(Foto: picture alliance / Britta Peders)

In der Nacht geht im Berliner Bezirk Schöneberg ein Jaguar in Flammen auf. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei nimmt die Ermittlungen auf, denn der Wagen gehört dem führenden AfD-Politiker Frank Hansel. Die Tat ist kein Einzelfall. Die Polizei schließt ein politisches Motiv nicht aus.

Erneut ist in Berlin ein Brandanschlag auf das Auto eines AfD-Politikers verübt worden. Der Wagen des Parlamentarischen Geschäftsführers der Abgeordnetenhaus-Fraktion, Frank Hansel, sei im Bezirk Schöneberg angezündet worden, teilte die Partei mit. Die Polizei bestätigte eine Brandstiftung mit möglichem politischen Motiv. Gebrannt habe ein Jaguar in der Eisenacher Straße.

Gegen 3.55 Uhr alarmierte demnach ein Passant die Feuerwehr, die das Feuer löschte. Zwei weitere Autos wurden beschädigt. Der für Taten von politischen Extremisten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt. Der Berliner AfD-Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski teilte mit: "Es ist die nächste abstoßende Tat in einer nicht enden wollenden Serie."

Vor rund vier Wochen, in der Nacht zum 10. März, war das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest angezündet worden. Am Haus des innenpolitischen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, wurden zwei Fenster eingeschlagen und eine Beschimpfung auf die Hauswand gesprüht. Auf einer linksradikalen Internetseite gab es einen Bekennertext. Laut Polizei stand auch das Wort "Antifa" auf der Wand.

In der Nacht zum 2. März hatten unbekannte Täter in Sachsen einen Brandanschlag auf das Auto des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla verübt. Zahlreiche ähnliche Anschläge und Beschädigungen an Büros, Autos und Häusern von AfD-Politikern waren in den vergangenen Jahren mutmaßlich von linksextremistischen Tätern begangen worden. Immer wieder hatte es auch Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene gegeben. Die Autos der Vize-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch und des Berliner Fraktionsvorsitzenden waren 2015 und 2017 beschädigt worden.

Quelle: ntv.de, can/dpa