Politik

Anschläge auf Fahrzeuge möglich Bundeswehr soll Radmuttern kontrollieren

imago80837398h.jpg

Einfach reinsetzen und losfahren - das hält der Militärische Abschirmdienst zurzeit nicht für eine gute Idee.

(Foto: imago/photothek)

Bei Dienstreisen mit Bundeswehrwagen sollen Soldaten stets Parkhäuser nutzen und überhaupt sollte das Auto nirgendwo in vorderster Reihe stehen. Das rät der Militärische Abschirmdienst. Er befürchtet Anschläge. Grund ist der türkisch-kurdische Konflikt.

Der Militärische Abschirmdienst, MAD, befürchtet angesichts der türkischen Militäroperation gegen Kurden in Syrien, dass die Bundeswehr in Deutschland angegriffen werden könnte. "Es muss angenommen werden, dass es zu weiteren Anschlägen, unter anderem gegen Fahrzeuge der Bundeswehr, kommen kann", zitiert der "Spiegel" einen internen Sicherheitshinweis des MAD.

Die Soldaten wurden dem Bericht zufolge angewiesen, vor Fahrtantritt den Sitz der Radmuttern zu kontrollieren und bei Dienstreisen Parkhäuser zu nutzen. Bei Reparaturen außerhalb von Kasernen sollten Bundeswehrautos auf dem Gelände der Werkstätten "stets in einem umzäunten Bereich, möglichst in einer Halle und nie in vorderster Reihe" geparkt werden.

Im niedersächsischen Soltau hatte es am 13. März einen Brandanschlag auf zwei Lastwagen der Bundeswehr gegeben. In einem Bekennerschreiben, das der linksextremen Szene zugerechnet wird, war von einem "direkten Eingriff in die deutsch-türkische Kriegsmaschinerie" die Rede, da die türkische Armee auch hunderte Fahrzeuge aus ehemaligen Bundeswehrbeständen einsetze.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

Mehr zum Thema