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CDU-Landeschef Daniel Günther kann mit dem Ergebnis der Kommunalwahl - trotz CDU-Verlusten - zufrieden sein.
CDU-Landeschef Daniel Günther kann mit dem Ergebnis der Kommunalwahl - trotz CDU-Verlusten - zufrieden sein.(Foto: picture alliance / Carsten Rehde)
Montag, 07. Mai 2018

Kommunalwahl Schleswig-Holstein: CDU gewinnt klar, SPD schlecht wie nie

Die CDU ist nach wie vor bei Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein die stärkste Kraft. Trotz Verlusten vergrößert sie den Abstand zur SPD. Die Sozialdemokraten schneiden historisch schlecht ab. Stark trumpfen andere auf.

Die CDU ist trotz Verlusten erneut als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein hervorgegangen. Die Union kam laut vorläufigem amtlichen Endergebnis auf 35,1 Prozent der Stimmen. 2013 waren es 38,9 Prozent. Ein Jahr nach der Landtagswahl legten die mit der Union auf Landesebene in einem Jamaika-Bündnis regierenden Grünen mit 16,5 Prozent (plus 2,8 Prozentpunkte gegenüber 2013) und die FDP mit 6,7 Prozent (2013: 5,0 Prozent) leicht zu. Die Wahlbeteiligung betrug 47,1 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte mehr als noch 2013.

CDU-Landeschef Daniel Günther zeigte sich im Kieler Landeshaus trotz des historisch schlechtesten Ergebnisses seiner Partei bei Kommunalwahlen im Norden zufrieden. "Wir bleiben die stärkste kommunalpolitische Kraft im Land und konnten unseren Abstand deutlich ausbauen", sagte der Ministerpräsident. Dass auch die CDU Verluste erlitt, führte Günther unter anderem darauf zurück, dass anders als vor fünf Jahren diesmal auch die AfD angetreten war.

SPD so schlecht wie nie in Schleswig-Holstein

Die SPD kam im Norden landesweit nur auf 23,3 Prozent. 2013 waren es noch 29,8 Prozent gewesen. Das war das schlechteste Ergebnis der Partei bei Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein überhaupt. "Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden", sagte der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner im NDR. Er verwies auf den negativen Bundestrend für seine Partei. "Wir müssen weiter an unserem Profil arbeiten."

Die AfD erhielt bei der Kommunalwahl 5,5 Prozent, sie war 2013 nicht angetreten. Wählergemeinschaften kamen landesweit auf 4,6 Prozent nach 4,8 Prozent 2013. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Partei der dänischen Minderheit, landete bei 2,3 Prozent (minus 0,6 Prozentpunkte). Die Linke verbesserte sich von 2,5 Prozent 2013 auf nun 3,9 Prozent.

Rund 2,4 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Sie entschieden über die Zusammensetzung in rund 1080 kreisangehörigen Gemeinden, in den kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie in den elf Kreisen. Die SPD lag nur in den beiden großen Städten Kiel und Lübeck vorn, in Neumünster und Flensburg war die CDU am stärksten.

Quelle: n-tv.de