Politik

Der Präsident, ein Feminist? Conway preist Trump als Frauenförderer

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Conway verhalf Trump 2016 zum Sieg und arbeitete seither als Beraterin des Präsidenten. Ende August gibt sie den Posten auf.

(Foto: dpa)

Am dritten Abend des Parteitags der Republikaner geht es darum, weibliche Wähler für den Präsidenten zu begeistern. Deshalb rühmt unter anderem die scheidende Beraterin Kellyanne Conway ihren Chef als Mann, der Frauen voranbringe.

US-Präsidentenberaterin Kellyanne Conway hat das Engagement von Donald Trump für die Förderung von Frauen in der Gesellschaft der USA gepriesen. "Über Jahrzehnte hat er Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und der Regierung befördert", sagte Conway beim Parteitag der Republikaner. "Er vertraut sich uns an und konsultiert uns, respektiert unsere Meinungen und besteht darauf, dass wir den Männern gleichgestellt sind."

Im Wahlkampf 2016 waren frühere frauenverachtende Äußerungen von Donald Trump aufgetaucht. Conway hatte Trump bei der Präsidentenwahl als Wahlkampfmanagerin zum Sieg verholfen. Nach dessen Amtsantritt wurde sie Beraterin des Präsidenten und eine seiner entschlossensten Verteidigerinnen. Große Bekanntheit im Ausland erlangte sie Anfang 2017, als sie versuchte, unwahre Behauptungen der Regierung zu "alternativen Fakten" zu erklären. Einen Tag vor Beginn des Parteitags hatte sie am Sonntag überraschend ihren Rückzug aus dem Weißen Haus zum Monatsende angekündigt, um sich mehr um ihre vier Kinder zu kümmern.

Vor Conway hatte am Mittwoch bereits die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, das Bild eines mitfühlenden Präsidenten gezeichnet, der sich kümmert. Sie erzählte, wie Trump sie noch vor ihrer Zeit als Sprecherin nach einer Brust-Operation angerufen habe, um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. "Die Entscheidung für eine präventive Mastektomie war die schwerste Entscheidung, die ich je treffen musste", sagte McEnany. "Aber Präsident Trump zu unterstützen, der meine Tochter und die Zukunft unserer Kinder schützen wird, war die einfachste (...) Ich möchte, dass meine Tochter in dem Amerika von Präsident Donald J. Trump aufwächst."

Auch die Schwiegertochter lobt

Und noch eine Frau wandte sich am dritten Abend des Parteitags an die weibliche Wählerschaft: Trumps Schwiegertochter Lara Trump stellte den Präsidenten als leidenschaftlichen Landesvater dar: "Er ist ein Kämpfer und wird niemals aufhören, für Amerika zu kämpfen." Die 37-jährige ehemalige Fernsehproduzentin erzählte in ihrer engagierten Ansprache, wie sie aus einfachen Verhältnissen in North Carolina nach New York kam. Nie hätte sie sich vorstellen können, einmal auf der Parteitagsbühne der Republikaner zu stehen, sagte die Frau von Präsidentensohn Eric Trump.

Ihre Eltern hätten ihr aber beigebracht, dass sich mit harter Arbeit und Entschlossenheit alles in Amerika erreichen lasse. Als sie die Familie Trump kennengelernt habe, seien alle vorher angenommenen Urteile sofort verschwunden: "Sie waren warm und fürsorglich, sie waren harte Arbeiter und bodenständig." Am 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts in den USA rühmte auch Lara Trump das Engagement des Präsidenten für Frauen. Er habe viele Frauen in führende Positionen seiner Regierung gebracht und Hunderttausende von Frauen in Arbeit und aus Armut herausgeführt. Lara Trump wandte sich direkt an den US-Präsidenten und dankte ihm - "dafür, dass du an mich glaubst". Lara Trump ist im Wahlkampfteam Trumps als Beraterin eingestellt worden.

Quelle: ntv.de, ino/dpa