Politik

Angebliche Präsidentenbeleidigung "Cumhuriyet"-Kantinenchef verhaftet

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Mehrere "Cumhuriyet"- Journalisten wurden in den vergangenen Wochen festgenommen, die meisten von ihnen wegen "terroristischer Aktivitäten".

(Foto: picture alliance / dpa)

Türkische Behörden haben den Kantinenchef der oppositionellen Zeitung "Cumhuriyet" unter dem Vorwurf der Beleidigung von Präsident Erdogan inhaftiert. Dieser bestreitet die Tat, stehe aber zu seiner Aussage, er würde Erdogan nicht bedienen wollen.

Weil er Präsident Recep Tayyip Erdogan keinen Tee servieren wollte, ist der Kantinenchef der türkischen Oppositionszeitung "Cumhuriyet" festgenommen worden. Senol Buran werde "Beleidigung des Staatschefs" vorgeworfen, berichtete die Zeitung. Er sei am Sonntag deshalb in Untersuchungshaft genommen worden.

Buran wurde dem Bericht zufolge von einem der Polizisten angezeigt, die für die Sicherheit des Redaktionsgebäudes in Istanbul zuständig sind. Dessen Angaben zufolge soll er gesagt haben, dass er Erdogan keinen Tee servieren würde, falls der Staatschef in die Redaktion käme.

In einer ersten Befragung wies Buran laut "Cumhuriyet" den Vorwurf der Präsidentenbeleidigung zurück. Er habe aber zu seiner Aussage gestanden, dass er Erdogan keinen Tee servieren würde. Auf Präsidentenbeleidigung stehen in der Türkei bis zu vier Jahre Haft. Seitdem Erdogan im August 2014 das Amt des Staatschefs übernahm, wurden schon fast 2000 Verfahren unter diesem Vorwurf in Gang gesetzt.

"Cumhuriyet" ist eine der Erdogan-kritischsten Zeitungen in der Türkei. Mehrere Journalisten des Blattes wurden in den vergangenen Wochen festgenommen, die meisten von ihnen wegen "terroristischer Aktivitäten". Die Staatsanwaltschaft wirft der "Cumhuriyet"-Redaktion vor, in ihrer Berichterstattung unter anderem den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli "legitimiert" zu haben.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

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