Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:58 Bericht: Hunderte Russen entgehen Haftstrafen für Kriegsbeteiligung +++

06.04.2026, 00:01 Uhr

Strafminderung gegen Kriegsbeteiligung: Das unabhängige russische Online-Medium Verstka berichtet, zahlreiche Russen hätten für Straftaten Bewährungsstrafen erhalten oder seien aus Strafanstalten entlassen worden, weil sie Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterschrieben oder verwundet aus dem Militärdienst ausschieden. Unter Berufung auf eigene Recherchen spricht Verstka von mindestens 263 bekannten Fällen. Demnach sind darunter Personen, die wegen Drogenhandels, Körperverletzung, Diebstahls, Betrugs, Raubes und Korruption angeklagt oder verurteilt wurden. Mindestens eine Person sei wegen Vergewaltigung verurteilt worden, 13 Personen seien wegen Mordes angeklagt gewesen, elf weitere wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge. Dem Bericht zufolge unterzeichneten viele von ihnen Verträge während der Untersuchungshaft.

+++ 21:52 Nikopol warnt vor getarnten Antipersonenminen +++

Die Bewohner im ukrainischen Bezirk Nikopol werden vor Antipersonenminen gewarnt. Man habe festgestellt, dass die russische Armee diese erneut eingesetzt habe, schreibt die Verwaltung im Bezirk. Die Minen können demnach von Drohnen über dem Stadtgebiet abgeworfen werden. Schon bei geringstem Druck könnten sie explodieren, heißt es. Die Minen hätten einen Durchmesser von nur fünf bis sechs Zentimetern. Aufgrund der Farbe ihres Kunststoffgehäuses seien sie auf dem Boden oft schwer zu erkennen. Die Bewohner sollten sich verdächtigen Gegenstände auf keinen Fall nähern und den Notruf wählen.

+++ 21:16 Selenskyj schlägt Teilwaffenruhe für Energieanlagen vor +++

Die Ukraine bietet Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen an. "Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 20:51 Russland: Haben Fabriken für Raketen-Bauteile angegriffen +++

Moskau hat bei seinen jüngsten Drohnenangriffen nach eigenen Angaben neben Energieanlagen auch Fabriken angegriffen. Dabei handele es sich um Werke für die Herstellung von Raketen-Bauteilen, erklärt das russische Verteidigungsministerium. Bei den Angriffen in der vergangenen Nacht wurden mindestens drei Personen, darunter ein zweijähriges Kind, getötet und 15 Personen verletzt.

+++ 19:59 Sieben Menschen bei Angriffen auf Nikopol verletzt +++

In Nikopol sind mindestens sieben Zivilisten laut ukrainischen Angaben verletzt worden, als die russische Armee die Stadt mit Artillerie beschossen und mit Drohnen angegriffen hat. Unter den Verletzten sei auch ein anderthalb Jahre altes Mädchen, wie lokale Behörden mitteilen. Mehrere Gebäude, darunter Wohnhäuser, seien beschädigt worden.  

+++ 19:13 USA müssen laut Ex-CIA-Chef von Ukraine lernen: "Völlig neues Konzept der Kriegsführung" +++

Die USA müssten ein "völlig neues Konzept der Kriegsführung" lernen, glaubt der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus. Das ukrainische Militär habe dabei neue Maßstäbe gesetzt, indem es den Zweig der "Unmanned Systems Forces" schuf, anstatt Drohnen einfach nur in verschiedene Teilstreitkräfte zu integrieren, sagt Petraeus im Interview mit CBS News. Er sieht den Vorteil der Ukrainer nicht in den Drohnen selbst, sondern in einem um die Drohnen herum aufgebauten System. "Das Geniale daran ist, wie sie das alles zusammenführen", so Petraeus. Er beschreibt ein umfassendes System, das Überwachungs-, Zielerfassungs- und Angriffsfähigkeiten integriere. Es soll eine nahezu uneingeschränkte Überwachung entlang der Front ermöglichen. "Sobald man auf diesem Schlachtfeld entdeckt wird und sich nicht blitzschnell in eine tief eingegrabene Stellung zurückziehen kann, wird das kein gutes Ende nehmen", sagt Petraeus, der die Ukraine seit Kriegsbeginn mehrfach besuchte - zuletzt auch Einheiten nahe der Front.

+++ 18:47 Ukraine meldet Treffer gegen Öl-Verladerampen und Amphibienflugboot +++

Der Angriff auf den Ölterminal Sheskharis im südrussischen Noworossijsk hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs Schäden an einer Reihe von Hafenanlagen verursacht. So seien sechs von sieben Laderampen für die Verladung von Öl auf Tanker beschädigt worden. Auch der Knotenpunkt des Rohrleitungssystems und Ölmessstationen hätten Schäden davongetragen, schreibt der Generalstab in Kiew. Es habe einen Großbrand in dem Hafen am Schwarzen Meer gegeben. Zudem sei im Bereich des Ortes Kacha auf der Krim ein Amphibienflugboot vom Typ Be-12 getroffen worden.

+++ 17:48 Russland äußert sich zu Schäden an Öl-Anlagen in Noworossijsk +++

Die Ukraine greift russischen Medienberichten zufolge in der Nacht Anlagen im Hafen von Noworossijsk an. Dabei werden ein Liegeplatz des Kaspischen Pipeline-Konsortiums beschädigt und vier Öl-Tanks in Brand gesetzt, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Das Konsortium transportiert den Großteil der kasachischen Ölexporte. Diese sind nach Angaben Kasachstans jedoch nicht beeinträchtigt. Zuvor hatte die Ukraine einen Angriff auf den Hafen gemeldet. (Siehe Eintrag um 11:01 Uhr)

+++ 16:49 Russischer Beamter bestätigt Tod von Luftwaffen-Kommandeur +++

Ein ranghoher russischer Beamter bestätigt den Tod von Alexander Otroshchenko gegenüber russischen Medien. Der Kommandeur der 45. Armee der Luftwaffe und Luftverteidigung der Nordflotte sei bei dem Absturz eines Militärtransportflugzeugs auf der Krim letzte Woche ums Leben gekommen, sagt Andrei Chibis, Gouverneur der Region Murmansk, in der die Flotte stationiert ist. Zuvor hatten bereits mehrere Medien gemeldet, dass der Kommandeur wahrscheinlich unter den 30 Toten sei. Das Militärtransportflugzeug vom Typ An-26 war am Dienstag gegen eine Klippe geprallt. Als vorläufige Ursache nannte das russische Verteidigungsministerium eine technische Störung. Das Modell der An-26 ist seit Ende der 1960er Jahre im Einsatz und wurde auch von Fluggesellschaften für den Frachttransport genutzt, doch das Modell war in den letzten zehn Jahren in eine Reihe tödlicher Abstürze verwickelt.

+++ 16:11 Ukraine meldet Angriff auf russisches Kriegsschiff +++

Das ukrainische Militär greift nach Angaben des Kommandeurs der Drohnenstreitkräfte in der Nacht ein russisches Kriegsschiff im Hafen von Noworossijsk sowie eine Bohrinsel im Schwarzen Meer nahe der besetzten Halbinsel Krim an. Ziel sei der Raketenträger "Admiral Makarow" gewesen, erklärt Robert Browdi bei Telegram. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:33 Gouverneur: Mutter vor Augen ihres Sohnes im Hof getötet +++

Eine ältere Frau ist am Vormittag getötet worden, als die russische Armee die ukrainische Stadt Cherson beschoss, wie Gouverneur Alexander Prokudin mitteilt. Er schreibt bei Telegram: "Verdammte russische Terroristen haben den Innenhof eines gewöhnlichen Wohnhauses in Cherson in einen Ort der Tragödie verwandelt. Mitten im Innenhof, vor den Augen des Sohnes, beendeten sie das Leben seiner geliebten Mutter. Mein tiefstes Mitgefühl gilt seinem Verlust." Drei weitere Frauen im Alter von 86, 79 und 44 Jahren seien verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlicht auf Telegram ein Video. Es zeigt, wie der Sohn zusammenbricht und um seine Mutter weint. Zu sehen ist die zugedeckte Leiche, die neben einem Rollkoffer in einem Hof liegt, und anschließend abtransportiert wird.

+++ 15:12 Russland heizt Spekulationen zu Balkan-Stream an +++

Russland heizt nach dem Fund von Sprengstoff an einer Gaspipeline in Serbien Spekulationen über einen angeblichen Anschlag der Ukraine an. Zwar gebe es noch keine endgültigen Beweise, es sei jedoch höchstwahrscheinlich, dass eine Verwicklung Kiews nachgewiesen werde, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Serbien hatte am Sonntag den Sprengstoff der Pipeline Balkan Stream gemeldet, durch die russisches Gas unter anderem nach Ungarn transportiert wird. Der Fund könnte den Wahlkampf in Ungarn beeinflussen, wo Ministerpräsident Viktor Orban um seine Wiederwahl bangen muss. Orban sprach am Sonntag von einem Sabotageakt, für den er indirekt die Ukraine verantwortlich machte. Die Ukraine weist jede Verbindung zu dem Vorfall zurück und geht davon aus, dass Russland dahintersteckt.

+++ 14:29 Kiew zu Sprengstoff-Fund an Pipeline: "Wahrscheinlich russische Operation unter falscher Flagge" +++

Die Ukraine weist jede Verbindung zu dem angeblichen Sprengstoff-Fund an der Gas-Pipeline Balkan Stream in Serbien entschieden zurück. Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhii Tykhyi, spricht am Sonntag von Versuchen, die Ukraine fälscherweise mit dem Vorfall in Verbindung zu bringen. "Die Ukraine hat damit nichts zu tun." Ihm zufolge handelt es sich "höchstwahrscheinlich um eine russische Operation unter falscher Flagge im Rahmen der massiven Einmischung Moskaus in die ungarischen Wahlen". Zuvor war der Direktor des serbischen Militär-Geheimdienstes Vorwürfen entgegengetreten, die serbische Armee könnte an einer Aktion unter falscher Flagge beteiligt sein, um die Ukraine der Sabotage beschuldigen zu können. Laut serbischen Medienberichten sprach Djuro Jovanic von Desinformation. Ein militärisch ausgebildetes "Mitglied einer Migrantengruppe" habe einen Anschlag auf die Pipeline geplant, man fahnde nach dieser Person, sagt Jovanic. Mehr dazu hier.

+++ 13:55 Kreml: Friedensgespräche sind pausiert +++

Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine pausieren nach Kreml-Angaben derzeit. Es sei derzeit schwierig, Gespräche im trilateralen Format zu organisieren, da "die Amerikaner gerade mit vielen anderen Dingen beschäftigt sind, wenn Sie verstehen, was ich meine", erklärt Putin-Sprecher Dmitri Peskow. Nach ukrainischen Angaben sollen die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner in der kommenden Woche für neue Gespräche nach Kiew reisen.

+++ 13:26 Armeechef meldet ukrainische Rückeroberungen +++

Die Ukraine hat nach Angaben ihres Armeechefs Olexandr Syrskyj seit Ende Januar 480 Quadratkilometer Gebiet im Südosten und Osten des Landes zurück. Trotz dieser Erfolge setze Russland seine Frühjahrsoffensive fort, teilt Syrskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ziel der russischen Truppen sei es weiterhin, mehr ukrainisches Territorium einzunehmen und eine Pufferzone in der Region Dnipropetrowsk einzurichten. US-Militäranalysten zufolge schwächen die ukrainischen Gegenangriffe die russischen Vorstöße zur Einnhame des wichtigen Logistikknotenpunktes Pokrowsk.

+++ 12:55 Selenskyj: Zweijähriges Kind bei Drohnenangriff getötet +++

Bei dem russischen Drohnenangriff auf Odessa ist ein zweijähriges Kind getötet worden. Insgesamt seien drei Personen gestorben, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X mit. "Sechzehn Menschen wurden verletzt. Elf von ihnen wurden von unseren Sanitätern ins Krankenhaus gebracht, darunter eine schwangere Frau und zwei Kinder."

+++ 12:14 Kriewald: Selenskyj sucht im Nahen Osten neue Verbündete +++

Noch sind die USA der wichtigste Verbündete der Ukrainer. Doch Washington droht, als Unterstützer wegzubrechen. Nun reist Selenskyj in den Nahen Osten, um dort nach neuen Verbündeten zu suchen. ntv-Reporterin Nadja Kriewald berichtet über die Hintergründe.

+++ 11:39 Ukraine meldet 120 Gefechte an der Front +++

An der Front in der Ukraine ist es im Verlauf des vergangenen Tages zu 120 Gefechten gekommen. Das berichtet der ukrainische Generalstab. Insgesamt 25 russische Attacken entfielen auf das Gebiet Pokrowsk. Dort waren die russischen Truppen demnach am aktivsten. 19 Gefechte gab es darüber hinaus im Gebiet Konstantinowski und zwölf in Richtung Gulyai-Polye.

+++ 11:01 Videos zeigen brennendes Öl-Terminal nach Drohnenangriff +++

Die Ukraine meldet einen Angriff auf die russische Hafenstadt Noworossiysk. Aufnahmen zeigen offenbar, wie ein Ö-Terminal im Hafen nach dem Luftschlag in Flammen steht. Nach Noworossiysk haben sich zuletzt große Teile der russischen Schwarzmeerflotte zurückgezogen.

+++ 10:23 Ukraine zerstört 58 russische Artilleriesysteme +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Verlauf des vergangenen Tages insgesamt 58 Artilleriesysteme der Kreml-Truppen zerstört. Die Zahl der seit Februar 2022 ausgeschalteten Geschütze steigt damit auf 39.497, wie aus dem Lagebericht des Militärs hervorgeht. Darüber hinaus wurden 940 russische Soldaten in den vergangenen 24 Stunden verletzt oder getötet. 

+++ 09:42 Kiew schießt über 100 russische Drohnen ab +++

Russland hat in der vergangenen Nacht die Ukraine mit 141 Drohnen angegriffen. Davon seien 114 "neutralisiert" worden, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 26 der Drohnen schlugen in Ziele in der Ukraine ein, so der Bericht. Bei mehr als der Hälfte der von Russland entsandten Drohnen soll es sich um Shaheds gehandelt haben. 

+++ 09:02 Moskau benutzt Kenianer in Ukraine als "Dosenöffner"+++

Sie wollen arbeiten - und landen im Krieg. Kenianische Männer werden mit falschen Jobversprechen nach Russland gelockt und an die Front geschickt, viele als "Dosenöffner" missbraucht. Familien warten verzweifelt auf Nachrichten ihrer Söhne und Ehemänner. Manche hoffen noch. Andere wissen, dass sie nie zurückkehren werden.

+++ 08:27 Nach massiven Attacken: Wichtiger russischer Ölhafen nimmt Betrieb wieder auf +++

Der russische Ostseehafen Ust-Luga hat den Rohölversand wieder aufgenommen, nachdem es aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur der Region zu mehrtägigen Unterbrechungen gekommen war. Ein erster Tanker habe bereits am Samstag wieder begonnen, Öl zu laden, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Schiffsdaten. Die Arbeiten in dem Hafen waren Ende März vorübergehend eingestellt worden, angesichts der ukrainischen Angriffe in der Ostseeregion. 

+++ 07:57 Drei Tote bei Angriff auf Odessa +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. "Infolge des nächtlichen feindlichen Angriffs sind tragischerweise drei Todesopfer zu beklagen, darunter ein Kind", erklärt der Chef von Odessas Militärverwaltung, Serhij Lysak, auf Telegram. Zwei Menschen seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.

+++ 07:20 Hunderttausende nach russischem Angriff auf Kraftwerk ohne Strom +++

Nach einem russischen Angriff in der Region Tschernihiw haben Hunderttausende Ukrainer derzeit keine funktionierende Stromversorgung. "Infolge eines feindlichen Angriffs wurde eine wichtige Energieversorgungsanlage im Bezirk Nischyn beschädigt. In den Städten Tschernihiw und Pryluky sowie in den Bezirken Tschernihiw und Pryluky kam es zu Stromausfällen, von denen 340.000 Kunden betroffen waren", berichtet das zuständige Energieunternehmen laut Ukrainska Prawda. 

+++ 06:41 Ukraine: Bauen Zusammenarbeit mit Syrien in Sicherheitsfragen aus +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Syrien eine engere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen vereinbart. Angesichts des Iran-Krieges wolle die Ukraine ihre militärische Expertise in der Region einbringen, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit seinem syrischen Amtskollegen Ahmed al-Scharaa in Damaskus auf der Plattform Telegram. Es gebe ein großes Interesse am Austausch von militärischen Erfahrungen. Die Ukraine hat in ihrem Krieg gegen Russland weitreichende Kenntnisse in der Abwehr von Drohnen- und Raketen erlangt. Syrien verfügt über keine bekannte Luftabwehr, die etwa iranische Geschosse abfangen könnte. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat die Regierung in Teheran wiederholt US-Stützpunkte und US-Verbündete in der Region beschossen.

+++ 05:56 Verletzte bei russischer Attacke auf Odessa +++

Bei einem massiven Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind offiziellen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. In mehreren Bezirken seien in der Nacht Wohngebiete getroffen worden, teilt der Chef der städtischen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnenangriffen in der Region gewarnt. In einem der Bezirke sei ein Hochhaus getroffen worden. Es gebe schwere Schäden vom fünften bis zum dritten Stock. Unter den Trümmern könnten sich Menschen befinden, sagte Lyssak weiter. Rettungskräfte seien im Einsatz. Bereits in der Nacht zuvor waren bei Angriffen auf die Stadt am Schwarzen Meer laut Lyssak Wohnhäuser beschädigt und drei Menschen verletzt worden.

+++ 05:05 Russland meldet Abschuss von 148 Drohnen +++

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben innerhalb von drei Stunden 148 ukrainische Drohnen abgefangen. Wegen der Luftangriffe seien fast eine halbe Million Haushalte ohne Strom gewesen, teilen die Behörden mit. In der Grenzregion Belgorod sei ein Zivilschutzhelfer durch eine Drohne getötet worden. In der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer hätten Trümmerteile ein Hochhaus getroffen.

+++ 03:50 Berichte über Stromausfälle in besetzten Städten +++

In mehreren von Russland besetzten Städten in der Ukraine soll es zu Stromausfällen gekommen sein. Das melden mehrere russischsprachige Telegram-Kanäle. Betroffen seien Mariupol, Donezk, Makijiwka, sowie umliegende Orte, schreibt der Telegram-Kanal Astra. Beim Kanal Baza heißt es am Abend, die Stadt Donezk sei ohne Strom. Zudem ist von Drohnenangriffen und mehreren Explosionen die Rede.

+++ 01:17 Ölverladung im russischen Ostseehafen Ust-Luga läuft wieder +++

Der wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga nimmt nach tagelangen Unterbrechungen durch ukrainische Drohnenangriffe die Rohölverladung wieder auf. Das Schiff "The Jewel" habe mit der Verladung begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schifffahrtsdaten. Eine Stellungnahme des russischen Pipeline-Betreibers Transneft liegt zunächst nicht vor. Nach Berechnungen von Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten durch Drohnenangriffe und andere Zwischenfälle gestört.

+++ 23:55 Offenbar massiver Dohnenangriff auf russischen Ölumschlagplatz +++

Ukrainische Drohnen greifen am Abend Ziele in der Stadt Noworossijsk in der russischen Region Krasnodar an. Laut dem Telegram-Kanal Astra gelten die Angriffe dem Ölterminal Schescharis im Hafen von Noworossijsk, dem größten Ölumschlagplatz im Süden Russlands. Online kursierende Fotos und Videos sollen Brände zeigen. Russische Behörden melden, dass Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf ein Wohnhaus und das Gelände zweier Betriebe gefallen seien.

+++ 22:02 Drohnenattacken auf Autos töten zwei Menschen +++

Bei Drohnen-Attacken auf Autos sind in der Ukraine mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. In Nikopol sei ein 61-jähriger Autofahrer gestorben, nachdem russische Soldaten eine Drohne mit First-Person-View gegen sein Fahrzeug gelenkt hätten, teilt die Nationale Polizei mit. Seine 60-jährige Ehefrau sei in einem kritischen Zustand. Das Fahrzeug prallte infolge des Angriffs gegen einen Baum. In der Stadt Cherson wurde ein leitender Polizist getötet, wie seine Kollegen mitteilen. Eine russische Drohne mit First-Person-View habe sein Einsatzfahrzeug angegriffen.  

+++ 20:46 Nikopol sieht Flugblätter als Einschüchterungsversuch +++

Russland versucht offenbar, den Druck auf die Bewohner der südukrainischen Stadt Nikopol und Umgebung mit Angriffsdrohungen auf Flugblättern zu verstärkten. Solche Flugblätter seien nicht das erste Mal im Raum Nikopol aufgetaucht, erklärt die regionale Verwaltung. Das Ziel sei es, die Bewohner einschüchtern, die dem täglichen Beschuss des russischen Militärs standhalten. Die Stadt am Dnipro ist ständig russischen Angriffen ausgesetzt, die vom besetzten Gebiet auf der anderen Seites des Flusses ausgehen.  

+++ 19:51 Sprengstoff-Fund? Orban lenkt Verdacht auf Ukraine, Opposition vermutet jedoch Wahlkampftrick +++

Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Premier Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Zwar spricht er nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem angeblichen Pipeline-Vorfall vermutet, wiederholt jedoch von ihm zuvor erhobene Vorwürfe. "Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden", behauptet Orban in einem Facebook-Video. Auch wirft Orban Kiew schon länger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Nächsten Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbans Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Der Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, wirft Orban vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen "unter falscher Flagge" in diese Richtung geplant seien, schreibt Magyar bei Facebook. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:01 Experte: Russen bringen massenhaft portable Satellitenterminals zur Front +++

Nach der Einschätzung eines ukrainischen Technologieexperten setzt Russland auf eine neue, kompakte Version bestehender Satellitenterminals, um den verlorenen Zugang zum Satellitenkommunikationsnetz Starlink auszugleichen. Die russische Armee habe damit begonnen, massenhaft Satellitenstationen des Typs Spirit-030 an die Front zu verlegen, schreibt Serhij Beskrestnow, der das ukrainische Verteidigungsministerium berät, bei Telegram. Ihm zufolge handelt es sich um eine tragbare Ausführung mit kleineren Antennen. Die Antenne-Größe sei von 90 Zentimeter auf 30 Zentimeter verringert worden, um ihre Entdeckung zu erschweren. Ukrainische Truppen hätten jedoch erstmals einen solchen Terminal aufgespürt und zerstört, sagt er. Überprüfen lässt sich dies nicht.

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