Politik

Raketenangriff im Jemen Dutzende Soldaten während Gebet getötet

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Der Angriff auf Regierungssoldaten ereignete sich in der Provinz Marib.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jemens Präsident Hadi spricht von einer "schändlichen Tat": Bei einem Raketenangriff kommen Dutzende Regierungssoldaten ums Leben. Zum Zeitpunkt der Attacke befanden sie sich gerade in einer Moschee. Wer dahinter steckt, ist noch unklar.

Mindestens 70 Regierungssoldaten sind nach Angaben aus Militärkreisen im Jemen bei einem Raketenangriff getötet worden. Jemens Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi machte die Huthi-Rebellen für den Angriff in der Provinz Marib verantwortlich, wie die staatliche Nachrichtenagentur Saba berichtete.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekannten sich bislang nicht zu der Tat. Die Rakete schlug nach Angaben aus Militärkreisen während der Abendgebete am Samstag in der Moschee eines Militärlagers in Marib, etwa 170 Kilometer östlich von Sanaa, ein.

Präsident Hadi verurteilte den "feigen und terroristischen" Angriff. Die "schändliche Tat" der Huthi-Rebellen bestätige "zweifellos ihre mangelnde Bereitschaft" zum Frieden, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Saba. Die Rebellen "kennen nichts als Tod und Zerstörung" und seien "ein billiges Werkzeug" des Iran in der Region, fügte er hinzu.

Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der arabischen Welt. Die Huthi-Rebellen hatten das Land 2014 überrannt und halten seitdem große Teile des Nordjemens und die Hauptstadt Sanaa besetzt. Saudi-Arabien bekämpft die Huthis seit 2015 mit arabischen Verbündeten und will den Einfluss des Iran damit zurückdrängen. Angaben von Hilfsorganisationen wurden im Jemen bereits Zehntausende Menschen getötet, unter ihnen viele Zivilisten. Die Uno spricht von der schlimmsten humanitären Krise weltweit.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa