Politik

Im verwüsteten Borodjanka EU-Ratspräsident: Verbrechen werden nicht vergessen

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Michel in der Ortschaft Borodjanka bei Kiew

(Foto: via REUTERS)

Der ukrainische Ort Borodjanka ist einer von vielen Schauplätzen des Krieges und der Gräuel. Nun besucht ihn auch EU-Ratspräsident Michel und kündigt an: "Es kann keinen Frieden ohne Gerechtigkeit geben."

Die im Ukraine-Krieg verübten Kriegsverbrechen werden nach den Worten von EU-Ratspräsident Charles Michel nicht in Vergessenheit geraten. "Die Geschichte wird Kriegsverbrechen nicht vergessen", sagte Michel bei einem Besuch in der Ukraine.

Der EU-Ratspräsident besuchte die Ortschaft Borodjanka in der Nähe der Hauptstadt Kiew, wo die russische Armee nach ukrainischen Angaben Massaker an Zivilisten verübte. "Es kann keinen Frieden ohne Gerechtigkeit geben", sagte Michel weiter.

Der EU-Ratspräsident war am Vormittag in Kiew eingetroffen und hatte auf Twitter geschrieben: "Im Herzen eines freien und demokratischen Europas." Dazu postete Michel ein Foto, das ihn mit Baseball-Kappe am Bahnsteig zeigt, wie er von der ukrainischen Vize-Premierministerin Olga Stefanischina zur Begrüßung umarmt wird.

Vor knapp zwei Wochen hatten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell die ukrainische Hauptstadt besucht. Auch viele andere Politiker wie der britische Premierminister Boris Johnson und der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer besuchten Kiew. Selenskyj hat auch Bundeskanzler Olaf Scholz eingeladen, eine Zusage aus Berlin gibt es bisher allerdings nicht.

Die Europäische Union arbeitet bereits an einer weiteren Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Nach von der Leyens Angaben soll erstmals auch der Ölbereich betroffen sein. Medienberichten zufolge könnte die EU-Kommission die neuen Strafmaßnahmen ab der kommenden Woche vorstellen.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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