Politik

17 Länder und Gebiete markiert EU setzt Steueroasen auf "Schwarze Liste"

80173454.jpg

Macau findet sich auf der Liste wieder.

(Foto: picture alliance / dpa)

Firmen und wohlhabende Menschen können Geldströme und Vermögen mit Hilfe von Steueroasen verschleiern. Das sind Länder und Gebiete, deren Banken ein hohes Maß an Intransparenz erlauben. Die EU nimmt 17 solcher Oasen ins Visier.

Die EU-Finanzminister haben eine "Schwarze Liste" mit 17 Steueroasen beschlossen. Die betroffenen Staaten und Gebiete täten aus Sicht der EU nicht genug, "um Steuerflucht zu bekämpfen", sagte der französische Minister Bruno Le Maire vor Journalisten in Brüssel. Nach Angaben aus EU-Kreisen befinden sich unter anderem Südkorea, Tunesien, Panama und die chinesische Sonderwirtschaftszone Macau auf der Liste.

EU-Staaten werden auf der Liste nicht auftauchen, sie gilt nur für Länder außerhalb der Union. Die Hilfsorganisation Oxfam hatte gefordert, auch Irland, Luxemburg, die Niederlande und Malta auf die Liste zu setzen. Sie nutzte demnach für die Einstufung dieselben Kriterien, welche die EU auch für ihre "Schwarze Liste" für Nicht-Mitgliedstaaten verwendet.

Die EU arbeitet schon seit April 2016 an der Liste, nachdem über die "Panama Papers" weltweit verbreitete Praktiken zu Steuerflucht und -vermeidung enthüllt wurden. Sanktionen sind vorerst nicht vorgesehen - die EU setzt auf die Prangerwirkung durch die Aufnahme in die Liste. Forderungen, auch EU-Länder in die Liste aufzunehmen, weist die EU mit Verweis auf gemeinsame Regeln bei Steuerstandards zurück.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP/rts

Mehr zum Thema