Politik

Umfrage zu Prioritäten der EU Energie-Unabhängigkeit und Verteidigung ganz vorn

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Die Band Kalush Orchestra, Gewinner der Eurovision Song Contest 2022, steht am Sonntagabend bei der Veranstaltung "Save Ukraine" am Brandenburger Tor auf der Bühne.

(Foto: dpa)

Unabhängigkeit von russischer Energie und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit sollten nach Ansicht vieler Bürgerinnen und Bürger höchste Priorität in der Europäischen Union haben. Große Zustimmung gibt es zu den Sanktionen gegen Russland.

Die russische Invasion in die Ukraine hat Folgen für die Haltung der deutschen Öffentlichkeit zur Europäischen Union. In einer repräsentativen Studie des Progressiven Zentrums Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung sagen knapp 70 Prozent der Befragten, Unabhängigkeit von russischer Energie sollte ganz oben auf der Agenda der EU stehen.

Auf Platz zwei rangiert mit knapp 53 Prozent die Verteidigungsfähigkeit, gefolgt vom Kampf gegen die Inflation (knapp 35 Prozent) sowie dem Einsatz für Lebensmittelsicherheit (rund 30 Prozent). Auf die Frage "Welche Ziele sollten nach Russlands Angriff auf die Ukraine die höchste Priorität in der EU haben?" konnten drei verschiedene Antworten gegeben werden.

Als im vergangenen Jahr gefragt wurde, was die wichtigsten Prioritäten in der Europapolitik der neuen Bundesregierung sein sollten, standen eine gemeinsame Asylpolitik, die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit und soziale Mindeststandards in der EU noch ganz oben auf der Agenda.

Große Zustimmung gibt es den Umfrageergebnissen zufolge für die bisherige Reaktion der EU auf den russischen Krieg gegen die Ukraine. Mehr als 70 Prozent halten die bisher beschlossenen Sanktionen und die Unterstützung der Ukraine für angemessen.

Unterschiede bei den Antworten zeigen sich je nach Parteianhängerschaft. Während die größte Unterstützung im Lager der Grünen (mehr als 90 Prozent) gemessen wurde, halten knapp 70 Prozent der AfD-Anhänger die EU-Reaktionen auf Russlands Krieg für unangemessen. Bei den Anhängern der SPD liegen die Zustimmungswerte bei rund 87, bei denen der CDU/CSU bei rund 78, bei FDP-Anhängern um die 70 und bei Linken-Anhängern bei ungefähr 55 Prozent.

Quelle: ntv.de, hvo/dpa

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