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Anschlag in St. Petersburg Ermittler: Attentäter stammte aus Kirgistan

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Akbarschon Dschalilow soll den Ermittlern zufolge der Täter sein.

(Foto: imago/Russian Look)

Der Geheimdienst in Kirgistan hat seinen Namen bereits genannt: Akbarschon Dschalilow. Die russischen Ermittler bestätigen nun, dass auch sie ihn für den Attentäter von St. Petersburg halten. DNA-Funde würden das belegen.

Die russischen Ermittler haben die Erkenntnisse ihrer Kollegen aus Kirgistan bestätigt: Sie identifizierten den mutmaßlichen U-Bahn-Attentäter von St. Petersburg als Akbarschon Dschalilow. Dieser habe die Bombe in dem U-Bahnwaggon deponiert, hieß es in einer Erklärung des Ermittlungsausschusses.

Er habe auch die zweite Bombe gelegt, die aber entschärft wurde. Dies zeigten DNA-Spuren auf der Tasche mit der Bombe. Sie war am Bahnhof Ploschtschad Wosstanija abgestellt worden sei, erklärte die Ermittlungsbehörde. Demnach erhärtete sich der Verdacht auch mit Hilfe von Überwachungskameras.

Einige Stunden zuvor hatte der kirgisische Geheimdienst bereits erklärt, Dschalilow habe den Anschlag in St. Petersburg verübt. Den Ermittlungen zufolge kam er als Selbstmordattentäter ums Leben. Der 1995 geborene Dschalilow sei russischer Staatsbürger und stamme aus der Region Osch im Süden Kirgistans.

Bei der Explosion der Bombe am Montag waren 14 Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich in einem Zug nahe der Station Sennaja Ploschtschad. Zudem wurde im U-Bahnhof Ploschtschad Wosstanija ein Sprengsatz gefunden, der aber entschärft werden konnte. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus. Die Hintergründe sind jedoch weiter unklar.

Quelle: n-tv.de, hul/rts/AFP

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