Politik

Armut in Afghanistan Es gibt Nutella, aber viele Afghanen hungern

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Viele Afghanen können sich nicht einmal mehr Feuerholz leisten, von Nutella ganz zu schweigen.

Die Armut in Afghanistan breitet sich rasend aus: 97 Prozent der Bevölkerung sind von ihr bedroht, mehr als die Hälfte der Menschen sind nach UN-Schätzungen von extremem Hunger betroffen - und das, obwohl es im Land Lebensmittel im Überfluss gibt.

Die Obst- und Gemüsestände in Kabul quellen über vor frischer Ware. Orangen, Bananen, Granatäpfel: Alles ist da, doch es fehlen die Kunden. Der Umsatz der Händler ist in den letzten Monaten zwischen 50 und 90 Prozent eingebrochen. Der klirrend kalte afghanische Winter hat die Situation für viele Familien nochmal deutlich verschlimmert.

Die bittere Armut zwingt auch Kinder, ihren Beitrag zum Familienauskommen zu leisten. Die siebenjährige Najila arbeitet seit drei Monaten auf der Straße und sammelt Holzsplitter, damit ihre Familie heizen kann. Die Bäcker haben inzwischen angefangen, das Gewicht der Fladenbrote von 100 auf 80 Gramm zu reduzieren, um so die Verluste durch fehlende Kundschaft abzufedern. Zehn bis zwanzig Cent kostet das Stück, und viele Afghanen können sich nicht mal mehr das leisten.

Im Supermarkt um die Ecke stapelt sich währenddessen die Ware bis unter die Decke. Es gibt alles, sogar Nutella und Diätaufstrich aus Deutschland.

Quelle: ntv.de

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