Politik

"Kann kein Republikaner sein" Ex-Außenminister Powell verlässt Partei

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Unterstützte George W. Bush und Barack Obama: Colin Powell.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Vom scheidenden US-Präsidenten Trump distanziert sich der Republikaner Powell bereits zu Amtsbeginn. Den Sturm auf das Kapitol nimmt der ehemalige Außenminister zum Anlass, die Partei zu verlassen. Seine Partei habe die Geschehnisse mitzuverantworten.

Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell hat sich von der republikanischen Partei distanziert. Er habe begriffen, dass die Republikaner den Sturm auf das Kapitol mitzuverantworten hätten. Die chaotische Regierungsweise von Donald Trump habe in Gewalt gegipfelt, und die Republikaner hätten diese Wildheit zuvor unbehelligt wachsen lassen. "Und deshalb kann ich mich nicht mehr einen Republikaner nennen", sagte Powell in einem CNN-Interview.

Der 83-jährige Powell mahnte, die Republikaner hätten es besser wissen müssen und Trump nicht unterstützen dürfen. "Sie waren eingenommen von ihrem eigenen politischen Standpunkt und wollten ihre politische Karriere nicht aufs Spiel setzen, indem sie Trump widersprechen", betonte Powell.

Als Außenminister war Powell 2001 ins Kabinett des republikanischen Präsidenten George W. Bush berufen worden. In den beiden folgenden Wahlperioden unterstützte er jedoch den demokratischen Kandidaten Barack Obama.

Mit Kritik gegenüber Donald Trump hielt er sich nicht zurück. Bereits nach dessen Wahlsieg erklärte er, er habe nicht für ihn gestimmt. "Trump lügt die ganze Zeit. Wir haben eine Verfassung, wir müssen die Verfassung respektieren, und der Präsident hat sich davon abgewandt", sagte Powell im Sommer.

Einen abschließenden Ratschlag hat Powell für Trump dennoch: "Ich wünschte, er würde es wie Nixon machen und zurücktreten." Ein Impeachment unter dem 25. Verfassungszusatz sei zeitaufwendig, sagte er im Sender NBC. Nixon war der erste US-Präsident, der zurückgetreten war - aufgrund des Watergate-Skandals .

Quelle: ntv.de, mba

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