Politik

Drohnenboot oder Mine?Explosion an Tanker im Golf von Oman unweit von Maskat

26.05.2026, 17:08 Uhr
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Der Golf von Oman auf einer Satellitenaufnahme - links die Engstelle der Straße von Hormus. (Foto: picture alliance/AP Photo)

Noch am Montag stehen die Zeichen auf Annäherung im Konflikt rund um die Straße von Hormus - dann nehmen seit der Nacht die Kriegshandlungen wieder zu. Auch ein Tanker wird am Schiffsrumpf getroffen - mutmaßlich vom Iran.

Vor der Küste des Oman hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.

Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.

Noch viele Seeleute stecken fest

Seit Beginn des Iran-Kriegs vor drei Monaten wurden mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest.

Der von der UKMTO in einer Grafik markierte Bereich des Vorfalls ist rund 400 bis 500 Kilometer von der engsten Stelle der Straße von Hormus entfernt. Die Behörde gibt einen Abstand von 111 Kilometern (60 Seemeilen) zu Maskat, der Hauptstadt des Oman, an.

Ungeachtet der Bemühungen um ein Friedensabkommen halten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten an. Der Iran warf den USA heute einen "groben Verstoß" gegen die seit Anfang April geltende Waffenruhe vor und behielt sich das Recht auf Vergeltung vor. Die Flugabwehr habe eine US-Drohne abgefangen und auf eine weitere Drohne sowie einen Kampfjet im iranischen Luftraum geschossen, teilten die Revolutionsgarden mit.

Iranischen Medien zufolge waren in der südlichen Region Hormosgan am frühen Morgen Explosionen zu hören. Die USA räumten ein, Ziele im Süden des Iran angegriffen zu haben, darunter Boote zum Verlegen von Seeminen sowie Abschussanlagen für Raketen. Es habe sich aber um Maßnahmen zum Schutz der eigenen Truppen gehandelt. Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte baldige Abschluss eines Abkommens mit dem Iran zog sich derweil hin. Es könne noch "ein paar Tage" dauern, bis die Einigung ausgehandelt sei, sagte Außenminister Marco Rubio.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa/rts

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