Politik

Verdächtiger niedergeschossen Explosion in Brüssel war Terroranschlag

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Polizisten und Soldaten patrouillieren vor dem Zentralbahnhof von Brüssel.

(Foto: picture alliance / Thierry Roge/)

Eine Explosion in der belgischen Hauptstadt löst Panik aus. Der Brüsseler Zentralbahnhof wird geräumt, Soldaten schießen einen Mann nieder. Die Situation sei unter Kontrolle, heißt es von der Polizei.

Im Brüsseler Zentralbahnhof hat es eine Explosion gegeben, nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Terroranschlag. Soldaten hätten, so heißt es weiter, einen Mann "neutralisiert". Er sei niedergeschossen worden, sagte Sprecher Eric van der Sijpt. "Es gab eine kleinere Explosion an oder bei dem Mann", sagte zudem Sprecherin Ine van Wymersch. Sie wisse nicht, ob der Mann lebe oder tot sei. Sonst sei niemand zu Schaden gekommen. Die Lage sei inzwischen unter Kontrolle.

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Nach Angaben eines Augenzeugen hatte der Verdächtigte "Allah-u Akbar" (Gott ist groß) gesagt. Der etwa 30-Jährige habe das nicht laut gerufen, sondern eher gemurmelt, berichtete der Bahnhofsmanager Jean Michel, der unmittelbar daneben stand. Ein anderer Zeuge schilderte, wie ein Mann in Handschellen abgeführt wurde. Unklar war dabei, ob es sich um dieselbe oder eine andere Person handelte.

Panik in der Station Central

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, der Bahnhof sei geräumt worden und werde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt. Die Bahngesellschaft SNCB teilte bei Twitter mit, der Bahnverkehr sei auf Anweisung der Polizei unterbrochen worden, auch in anderen großen Stationen wie Brüssel-Nord und Brüssel-Midi.

In der Station Central und an den Gleisen brach nach Informationen der Agentur Belga Panik aus. Augenzeugen berichteten von einem Knall im Bahnhof. Viele Menschen seien daraufhin schnell in Restaurants und andere Gebäude gelaufen. Brüssels nahegelegene Hauptsehenswürdigkeit, der Große Platz mit dem historischen Rathaus, wurde jedoch nicht geräumt. Der unterirdisch gelegene Bahnhof Central ist einer der großen Umsteigebahnhöfe der belgischen Hauptstadt.

Ein Regierungssprecher sagte, Premierminister Charles Michel und Innenminister Jan Jambon verfolgten die weitere Entwicklung. Belgiens Hauptstadt war bereits mehrfach von Anschlägen erschüttert worden. Im März 2016 hatten mehreren Bomben islamistischer Attentäter am Flughafen und in einer Metrostation 32 Menschen getötet. Im Mai 2014 erschoss im Jüdischen Museum ein französischer Islamist vier Menschen. Seitdem gehören nicht nur Polizisten, sondern auch mit Maschinenpistolen bewaffnete Militärpatrouillen zum Stadtbild.

Quelle: n-tv.de, asc/mli/dpa