Politik

Michael Brown ad acta? FBI sieht keine Verletzung der Bürgerrechte

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Die Häufung der Vorfälle von Polizeigewalt führte zu zahlreichen Protesten und Ausschreitungen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Todesschüsse auf einen schwarzen Teenager in Ferguson hatten im Sommer schwere Proteste ausgelöst. Jetzt raten FBI-Beamte, es solle keine Anklage wegen Verletzung der Bürgerrechte geben. Das letzte Wort hat aber Justizminister Holder.

Der amerikanische Polizist, der im August in der US-Stadt Ferguson einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschossen hatte, muss nicht mit einer Anklage der US-Bundesbehörden rechnen. Ermittlungen der Bundespolizei FBI hätten ergeben, dass es keine Hinweise auf Verletzung der Bürgerrechte gebe, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Justizbeamte.

Die zuständigen Beamten des Justizministeriums wollten ihren Vorgesetzten daher empfehlen, keine Anklage zu erheben. Allerdings hätten letztlich Justizminister Eric Holder und sein Bürgerrechtsbeauftragter Vanita Gupta das Sagen, ob der Fall tatsächlich zu den Akten gelegt wird oder nicht. Es wäre aber sehr ungewöhnlich, wenn sie sich über die Empfehlungen ihrer Experten hinwegsetzen würden, schrieb die Zeitung. Allerdings liefen die Ermittlungen wegen exzessiver Gewalt der Polizei von Ferguson weiter.

Der weiße Polizeibeamte hatte den schwarzen Jugendlichen Michael Brown in der Vorstadt von St. Louis erschossen. Das hatte im Sommer landesweite Empörung sowie tagelange Unruhen in Ferguson ausgelöst. Die Polizei ging damals mit großer Gewalt gegen die Demonstranten vor, mehrfach fielen Schüsse und es gab Verletzte. Später kam eine Geschworenenjury zu dem Urteil, dass keine Anklage gegen den Polizisten erhoben wird. Darauf brachen erneut Proteste aus.

Quelle: ntv.de, lda/dpa

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