Politik

Razzien in US-Betrieben Fast 700 illegale Einwanderer festgenommen

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Der Einsatz der Einwanderungspolizei war die größte Razzia bei Betrieben der letzten zehn Jahre.

(Foto: REUTERS)

Nur wenige Stunden vor dem Besuch von Donald Trump in El Paso, wo ein rassistischer Attentäter 22 Menschen getötet hat, durchsucht die Einwanderungspolizei mit einem Großaufgebot mehrere Lebensmitttelbetriebe in Mississippi. Hunderte Arbeiter aus Lateinamerika werden verhaftet.

Beim Vorgehen gegen die illegale Einwanderung haben die US-Behörden im Südstaat Mississippi fast 700 Migranten ohne gültige Papiere festgenommen. Ein Staatsanwalt sagte, rund 680 Migranten seien am Mittwoch bei Razzien in lebensmittelverarbeitenden Betrieben von der Einwanderungspolizei ICE in Gewahrsam genommen worden. Es seien sieben Betriebe in sechs Städten betroffen gewesen. Bei den meisten Festgenommenen handle es sich um Lateinamerikaner.

"Sie müssen sich an unsere Gesetze und Regeln halten", sagte Staatsanwalt Mike Hurst über die Migranten. "Sie müssen auf legalem Wege hierher kommen, oder sie sollten gar nicht kommen." Der Staatsanwalt richtete auch eine Warnung an die Betriebe, die die Migranten eingestellt hatten: Wer illegale Einwanderer einstelle, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, und damit gegen US-Recht verstoße, werde zur Rechenschaft gezogen.

US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem seiner politischen Hauptanliegen gemacht. Im Juni kündigte er an, die Einwanderungspolizei werde damit beginnen, "Millionen" illegaler Einwanderer aus den USA auszuweisen. Der Chef der ICE, Matt Albence, betonte, die Verhaftungen seien keine Folge neuer Gesetze, sondern das Ergebnis von einjährigen Ermittlungen.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP

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