"Anhaltende Gefahr"Feuer in der US-Botschaft in Kuwait

Der Iran beschießt viele US-Verbündete in seiner Nachbarschaft, darunter auch Kuwait. Die dortige Flugabwehr kann viele Geschosse abwehren. Allerdings steigt Rauch über der US-Botschaft auf, der Grund ist unklar. Ähnlich verhält es sich beim Absturz eines US-Kampfjets.
Nach erneuten iranischen Luftangriffen steigt im Golfstaat Kuwait Rauch aus der Botschaft der USA auf. Es gibt zahlreiche Berichte über eine Rauchsäule über dem Gebäudekomplex aus der Hauptstadt Kuwait-Stadt. Zuvor waren über der Stadt Warnsirenen erklungen.
Die US-Botschaft selbst bestätigte bislang keinen Einschlag. In einer Erklärung rief sie aber dazu auf, der diplomatischen Vertretung fernzubleiben. Die Mitarbeiter der Vertretung hätten sich "an Ort und Stelle in Sicherheit gebracht".
"Es besteht eine anhaltende Gefahr von Raketen- und Drohnenangriffen über Kuwait", hieß es in der Erklärung weiter. "Kommen Sie nicht zur Botschaft. Suchen Sie Schutz in Ihrer Wohnung auf der untersten Etage und halten Sie sich von Fenstern fern. Gehen Sie nicht nach draußen."
Piloten retten sich mit Fallschirmen
Zudem berichten mehrere Medien von einem abgestürzten US-Kampfjet nahe al-Dschahra, einer Stadt gut 30 Kilometer westlich von Kuwait-Stadt. Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Videos in sozialen Medien zeigen, wie ein brennendes Kampfflugzeug zu Boden trudelt. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht. Das US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Truppen stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.
Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich wie die weiteren Golfstaaten unter Beschuss durch Teheran. Ziel sind dabei unter anderem Einrichtungen des US-Militärs. Der Iran griff infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain an. Am Sonntag waren bei iranischen Angriffen nach offiziellen Angaben in Kuwait ein Mensch getötet und 32 weitere Menschen verletzt worden.