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Trotz schlimmer Zustände Flüchtlingsstrom über Libyen reißt nicht ab

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In Libyen gestrandete afrikanische Flüchtlinge.

(Foto: dpa)

Deutsche Diplomaten beschreiben die Zustände in libyschen Flüchtlingslagern als "KZ-ähnlich". Das hält allerdings afrikanische Flüchtlinge weiterhin nicht ab, in das arabische Land zu kommen, um von dort aus nach Europa überzusetzen.

Immer mehr afrikanische Flüchtlinge kommen nach Libyen und lassen sich dabei von den schlimmen Verhältnissen in dem Land nicht abschrecken. In einem Bericht des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (Gasim) heißt es nach Informationen der "Welt am Sonntag", dass der "Migrationsstrom" durch Libyen nicht abreiße, obwohl die "prekären Zustände" dort den Migranten bereits vor Beginn ihrer Reise bekannt seien. Über Libyen versuchen derzeit die meisten Flüchtlinge, nach Europa zu gelangen.

Dem Bericht zufolge werden vor allem Menschen aus Ostafrika auf ihrem Weg nach Europa in libyschen Lagern von Schleusern ausgebeutet, analysierten die Experten aus dem Gasim, einem Zusammenschluss verschiedener Sicherheitsbehörden. Anfang des Jahres hatte die Zeitung berichtet, dass deutsche Diplomaten die Zustände in bestimmten libyschen Flüchtlingslagern intern als "KZ-ähnlich" beschreiben.

Dort würden "allerschwerste, systematische Menschenrechtsverletzungen" begangen. "Exekutionen nicht zahlungsfähiger Migranten, Folter, Vergewaltigungen, Erpressungen sowie Aussetzungen in der Wüste sind dort an der Tagesordnung", hieß es damals in dem Bericht.

Die Bundesregierung setzt sich mittlerweile verstärkt dafür ein, die Situation in diesen Unterkünften zu verbessern. In diesem Jahr kamen der Zeitung zufolge bereits fast 90.000 Migranten über das Mittelmeer in Italien an. Rund 95 Prozent starteten in Libyen. Etwa drei Prozent der Menschen, die in Italien ankamen, starteten demnach in der Türkei.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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