Politik

Keine höheren Löhne, keine Liebe Franzosen sind immer unzufriedener mit Macron

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Gute Miene zum bösen Spiel? Immer mehr Franzosen sind mit ihrem Präsidenten unzufrieden.

picture alliance/dpa

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt 2019 ernüchternd: Einer Umfrage zufolge sind drei Viertel der Franzosen mit ihm und seiner Arbeit unzufrieden. Einen Lichtblick liefert die Befragung aber auch.

Drei Viertel der Franzosen sind unzufrieden mit der Politik von Präsident Emmanuel Macron und seiner Regierung. Das ergab eine Umfrage für die Zeitung "Figaro" und den Fernsehsender Franceinfo. Im April 2018 hatte der Anteil der Unzufriedenen noch bei 59 Prozent gelegen.

Die Unterstützung für die Proteste der so genannten Gelbwesten, die Frankreich seit zwei Monaten in Atem halten, bröckelte im Vergleich zu den Anfängen aber etwas ab. Noch 55 Prozent der Befragten befürworten eine Fortsetzung der Demonstrationen, Ende November waren es noch 66 Prozent gewesen.

Die Proteste hatten sich an Ökosteuerplänen und damit verbundenen Benzinpreiserhöhungen entzündet. Sie wuchsen sich aber schnell zu Massendemonstrationen gegen Macrons Wirtschaftspolitik aus. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen, vor allem in Paris. Macron lenkte daraufhin ein. Unter anderem kippte er die Ökosteuer und erhöhte den Mindestlohn.

Der Umfrage zufolge sollten für mehr als die Hälfte der Franzosen Maßnahmen gegen die schwache Kaufkraft im Land die höchste Priorität der Politik sein. Der bisherige Spitzenreiter - die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit - fiel auf Platz vier.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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