Politik

Tweet über Großeltern Fridays for Future sorgt für Entrüstung

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Fridays for Future setzt sich für einen stärkeren Klimaschutz ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Was darf Satire?" Das fragt sich die deutsche Gruppe von Fridays for Future, nachdem ein Tweet über Großeltern heftige Reaktionen auslöst. Viele Kommentatoren kritisieren den Eintrag, andere nehmen ihn mit Humor.

Ein satirisch gemeinter Tweet der Bewegung Fridays for Future über den Generationenkonflikt bei Klimafragen hat am Montag heftige Reaktionen ausgelöst. "Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei", hieß es in einem Eintrag von Fridays for Future Germany auf Twitter. Eine Viertelstunde später hieß es in einem weiteren Tweet: "Was darf Satire?"

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Der Eintrag war Teil einer Reihe von satirischen Tweets unter dem Hashtag #weihnachtenundklimakrise. "Wir suchen Sätze, die man sowohl an Weihnachten als auch im Angesicht der Klimakrise sagen kann", hatte die Gruppe zuvor geschrieben. "Dieses Jahr fliegen wir ein letztes Mal noch auf die Malediven", hieß es etwa in einem Eintrag.

Die meisten Reaktionen löste jedoch der Großeltern-Tweet aus. Er bekam mehr als 3000 Likes und fast 4500 Kommentare (Stand Dienstag, 7 Uhr). Viele Nutzer zeigten sich wütend oder betroffen, manche aber auch amüsiert. Auch das Bundesumweltministerium reagierte: "#Klimaschutz geht alle an und ist eine gesellschaftliche Aufgabe über ALLE Generationen hinweg", schrieb das Ministerium auf Twitter.

Lockerer sah das die Initiative Grandparents for Future (Großeltern für die Zukunft): "Immerhin haben die Kids auch nach diesem Klimakatastrophen-Jahr den Humor nicht verloren", schrieb die Gruppe auf Twitter. "Wir können über diesen Tweet lachen - andere hoffentlich auch. Großelterliche & gelassene Grüße", hieß es weiter.

Nichtsdestotrotz entschuldigten sich die jungen Klimaaktivisten wenig später: "Wir möchten uns aufrichtig bei allen entschuldigen, die sich durch unseren satirisch gemeinten Tweet heute Morgen verletzt gefühlt haben. Auch die tolle Unterstützung unzähliger Großeltern wollen wir nicht geringschätzen."

Quelle: ntv.de, mli/dpa