"Liam ist wieder zu Hause"Fünfjähriger kehrt aus ICE-Gewahrsam zurück

Ein Fall sorgt in den USA für Aufsehen: Die umstrittene ICE-Behörde nimmt einen Vater samt fünfjährigem Sohn in Minnesota fest. Fast zwei Wochen sitzen sie in Gewahrsam, bis ein Gericht die Freilassung anordnet. Beide sind wieder zu Hause.
Ein von der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE inhaftierter fünfjähriger Junge und sein Vater sind wieder frei. "Liam ist jetzt zu Hause. Mit seiner Mütze und seinem Rucksack", erklärte der demokratische Kongressabgeordnete Joaquin Castro, der das Kind und seinen ebenfalls freigelassenen Vater begleitete. Dazu veröffentlichte er auf X Fotos des Kindes.
Der fünfjährige Liam Conejo Ramos und sein Vater Adrian Conejo Arias waren am 20. Januar während eines ICE-Einsatzes in Minnesota festgenommen worden. Der Fall der beiden Asylbewerber aus Ecuador sorgte nicht zuletzt aufgrund eines Fotos für Empörung, das Liam mit einer blauen Kindermütze bekleidet in den schneebedeckten Straßen Minnesotas zeigt, während ein Mitglied der Einsatzkräfte seinen Rucksack trägt.
Castro hatte Vater und Sohn am Mittwoch in der Haftanstalt Dilley in Texas besucht und ihre sofortige Freilassung gefordert. Der Vater habe ihm gesagt, dass der Junge "depressiv und traurig" sei. "Ich mache mir Sorgen um seine psychische Gesundheit," sagte der Abgeordnete in einem Video bei X.
Grund der Festnahme des Fünfjährigen und seines Vaters sei die "schlecht durchdachte und inkompetent umgesetzte Verfolgung täglicher Abschiebungsquoten der US-Bundesregierung", befand Bundesrichter Fred Biery. Diese solle offenbar auch dann umgesetzt werden, "wenn dies die Traumatisierung von Kindern erfordert". Der Richter ordnete an, dass Vater und Sohn freigelassen werden müssen.
Laut Heimatschutzministerium hatte sich der Einsatz gegen den Vater gerichtet, der aus Ecuador stammen und sich illegal in den USA aufhalten soll. Ein Anwalt hatte mitgeteilt, dass die Familie im Dezember 2024 an einem Grenzübergang Asyl beantragt habe.