Politik
Sonntag, 03. Januar 2010

25 Jahre für Perus Ex-Präsident: Fujimori muss hinter Gitter

Der Oberste Gerichtshof von Peru hat die Verurteilung des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori wegen Menschenrechtsverletzungen bestätigt. Er soll während seiner Amtszeit mehrere Bluttaten angeordnet haben. In einem Berufungsprozess erklärten die Richter das Urteil einstimmig für rechtmäßig.

Fujimori war zehn Jahre im Amt.
Fujimori war zehn Jahre im Amt.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der 71-jährige Fujimori war im April zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Sein Rechtsanwalt César Nakazaki legte Berufung ein und beklagte, dass es keine Beweise für Fujimoris Beteiligung gebe.

Im Kampf gegen die Guerilla-Organisationen Leuchtender Pfad und Tupac Amaru hatten Todesschwadronen im November 1991 auf einer privaten Feier 15 Menschen erschossen, darunter ein Kind. Im Juli 1992 wurden bei einem ähnlichen Überfall neun Studenten und ein Hochschullehrer entführt und durch Genickschüsse getötet. In dem Konflikt zwischen Armee und Guerilleros in den 80er und 90er Jahren kamen insgesamt rund 70.000 Menschen ums Leben.

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Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 regierte, wurde noch in drei weiteren Prozessen zu Haftstrafen verurteilt. Ende 2007 wurde er wegen Machtmissbrauchs zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, eine siebeneinhalbjährige und eine sechsjährige Haftstrafe wurden wegen Korruption beziehungsweise illegaler Abhöraktionen verhängt. In Peru werden mehrere Haftstrafen jedoch nicht aneinandergehängt, der Verurteilte muss nur die längste absitzen.

Quelle: n-tv.de