Politik

Hauerei vor dem Weißen HausG7-Gipfel wird wegen Trumps Käfig-Spektakel verschoben

09.01.2026, 13:05 Uhr
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Trump und UFC-Boss White sind enge Partner. (Foto: IMAGO/Imagn Images)

Die Führer der G7-Staaten kommen im Juni zusammen, um über die drängendsten Fragen der Weltgemeinschaft zu sprechen. Doch das muss verschoben werden, denn zum ursprünglich geplanten Auftakt hat US-Präsident Trump etwas anderes vor.

Gastgeber Emmanuel Macron und weitere Führer der Welt müssen umdisponieren - weil US-Präsident Donald Trump zu seinem Geburtstag lieber vor dem Weißen Haus ein Kampfsport-Spektakel aufzieht als sich auf Einladung des französischen Präsidenten in Frankreich zum G7-Gipfel einzufinden. Wie das US-Magazin "Politico" unter Berufung auf zwei mit der Gipfel-Planung vertraute Beamte berichtete, ist tatsächlich die Sorge vor der Überschneidung mit Trumps geplantem Mixed-Martial-Arts-Events der Grund für die Verschiebung des Gipfeltreffens.

Erst im vergangenen Oktober hatte Trump verkündet, dass die UFC, der weltweit mächtigste MMA-Verband, einen Kampfabend an seinem Geburtstag veranstalten werde. Dafür werden laut UFC-Boss Dana White am 14. Juni bis zu 5000 Menschen in einer eigens auf dem Südrasen des Weißen Hauses errichteten provisorischen Arena erwartet - und natürlich auch das Geburtstagskind. Ursprünglich hatte Trump den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli 2026 als Termin verkündet. Warum das oft blutige Käfig-Spektakel nun doch an seinem Geburtstag steigt, erklärte er nicht.

Trump ist glühender UFC-Fan

Der Gipfel-Ausrichter Frankreich hatte vom 14. bis 16. Juni nach Evian-les-Bains am Ufer des Genfer Sees eingeladen, um unter gewaltigen Sicherheitsvorkehrungen auf höchster Ebene über die drängendsten politischen Probleme der Zeit zu sprechen. Das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron wollte nicht bestätigen, dass die Verlegung des Gipfels in direktem Zusammenhang mit Trumps UFC-Veranstaltung steht. Der neue Zeitplan sei "das Ergebnis unserer Konsultationen mit den G7-Partnern", hieß es. Der G7-Gipfel, einer der wichtigsten Termine des politischen Kalenders, findet nun vom 15. bis 17. Juni statt.

Trump ist ein Fan des Kampfsport-Spektakels und saß schon mehrfach selbst als Zuschauer im Publikum. Vor seinem Wahlsieg im vergangenen Jahr fantasierte er über ein UFC-Format, bei dem sich professionelle Kämpfer blutige Prügeleien mit Migranten liefern sollten. UFC-Boss Dana White wiederum ist ein glühender Anhänger des Republikaners und unterstützte ihn auch im Wahlkampf. White sagte in einem Interview, nach dem Event mit Tausenden Zuschauern werde die UFC den Rasen vor dem Weißen Haus für rund 700.000 US-Dollar (knapp 600.000 Euro) erneuern lassen.

Quelle: ntv.de, ter

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