Gespaltenes Ägypten Gericht vertagt Mursi-Prozess
Der Prozess gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ist kurz nach der Eröffnung auf den 8. Januar vertagt worden. Der erste frei gewählte Präsident Ägyptens erkennt das Gericht nicht an und will sich auch nicht von Anwälten vertreten lassen.
Der Prozess gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ist kurz nach der Eröffnung auf den 8. Januar vertagt worden. Der erste frei gewählte Präsident Ägyptens erkennt das Gericht nicht an und will sich auch nicht von Anwälten vertreten lassen. "Ich bin der Präsident der Republik", sagte Mursi am Eröffnungstag des Prozesses vor Gericht. "Dieses Gericht ist illegal." Mursi wirft dem Militär einen "Staatsstreich" vor, weil es ihn am 3. Juli entmachtete und seitdem an einem geheimen Ort gefangen hielt.
Die Prozesseröffnung erfolgte vier Monate nach dem Sturz Mursis durch das Militär. Der im Sommer 2012 gewählte Präsident soll sich wegen "Anstiftung zum Mord" verantworten, weil er tödliche Einsätze gegen Demonstranten angeordnet haben soll.
Bei dem Prozess in einer Polizeiakademie in Kairo geht es um den Tod von mindestens sieben Demonstranten bei Protesten gegen Mursi im Dezember 2012. Mit Mursi stehen14 weitere Angeklagte vor Gericht, darunter Führungskader der islamistischen Muslimbrüder.