Politik

Arcuri und "Alexander der Große" Geschäftsfrau will Johnson nicht belasten

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Ihn holt so manche frühere Affäre ein: Boris Johnson alias "Alexander der Große".

(Foto: REUTERS)

Seine einstige Beziehung zur US-Geschäftsfrau Jennifer Arcuri hat Großbritanniens Premier Boris Johnson jede Menge Negativschlagzeilen beschert. Schließlich soll er sie widerrechtlich begünstigt haben. Jetzt äußert sich das ehemalige Model zu den Vorwürfen - und nimmt Johnson in Schutz.

Die US-Geschäftsfrau Jennifer Arcuri will sich nicht dazu äußern, ob sie mit Boris Johnson während seiner Zeit als Londoner Bürgermeister eine Affäre hatte. Dem britischen Premier wird vorgeworfen, in seinem damaligen Amt das frühere Model begünstigt zu haben.

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"Es geht niemanden etwas an, was für ein Privatleben wir hatten", sagte Arcuri dem Fernsehsender ITV. Bei den Vorwürfen geht es um Fördergelder und die Teilnahme an Reisen, von denen Arcuri profitiert haben soll, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte. Johnson wies die Anschuldigungen zurück. Die Stadtverwaltung leitete den Fall zur Prüfung an die Polizeiaufsicht weiter.

Poledance-Stange in der Wohnung

Johnson habe sie nie begünstigt, sagte Arcuri nun im ITV-Interview. "Ich habe ihn auch nie um einen Gefallen gebeten." Arcuri bezeichnete Johnson in dem Interview als "guten Freund". Er habe sie ein paar Mal in ihrer Wohnung besucht, in der sich auch ihr Büro und eine Poledance-Stange befunden habe.

Der Kontakt zu Johnson habe nachgelassen, als sie Ende 2016 schwanger geworden sei, erklärte Arcuri. Sie bestätigte zugleich einen Medienbericht, wonach sie den Premierminister auf ihrem Handy unter dem Namen "Alexander der Große" gespeichert habe.

Schlagzeilen hatte kürzlich auch ein angeblicher sexueller Übergriff Johnsons auf eine Journalistin gemacht. Der damalige Chefredakteur des Magazins "Spectator" habe ihr vor etwa 20 Jahren bei einem gemeinsamen Mittagessen die Hand auf den Oberschenkel gelegt, schrieb die "Sunday-Times"-Kolumnistin Charlotte Edwardes. Einer Kollegin soll es ähnlich ergangen sei. Johnson wies dies vehement zurück.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa