Politik

Nach Raketenangriffen auf Israel Grenze am Gazastreifen ist wieder offen

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Ein palästinensischer Demonstrant schleudert eine Tränengasgranate auf israelische Sicherheitskräfte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor einer Woche eskaliert die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern. Nach dem heftigen Raketenbeschuss Israels vom Gazastreifen aus, halten sich beide Seiten seit einigen Tagen aber weitgehend an eine Waffenruhe. Jetzt öffnet Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen wieder.

Eine Woche nach der heftigsten Eskalation der Gewalt seit fünf Jahren hat Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen wieder geöffnet. Der Grenzübergang Erez und der Warenübergang Kerem Schalom seien wieder offen, berichtete das israelische Fernsehen am Morgen. Die zuständige Cogat-Behörde hatte den Schritt am Samstagabend angekündigt. Den Erez-Übergang können Ausländer und Palästinenser mit Sondergenehmigungen passieren, etwa Patienten, die medizinische Behandlung brauchen.

Die Übergänge waren vor einer Woche wegen einer Eskalation der Gewalt geschlossen worden, bei der vier Israelis und 25 Palästinenser getötet worden waren. Militante Palästinenser hatten rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert, Israels Armee griff daraufhin Ziele im Gazastreifen an.

Seit Montag halten sich beide Seiten weitgehend an eine Waffenruhe, die unter anderem mit ägyptischer Hilfe ausgehandelt worden war. Katar hat Millionenhilfen für die Palästinenser zugesagt. Am Freitag hatte Israel bereits die Fischereizone, die während der Eskalation ebenfalls eingeschränkt worden war, auf bis zu 22 Kilometer vor der Küste von Gaza ausgeweitet.

Bei neuen Protesten gegen die seit mehr als einem Jahrzehnt herrschende Blockade des Gazastreifens war am Freitag ein Palästinenser getötet worden. Die im Gazastreifen herrschende Hamas fordert eine Aufhebung der Blockade, die Israel und Ägypten mit Sicherheitserwägungen rechtfertigen. Die Hamas wird von den USA, Israel und der EU als Terrororganisation eingestuft und spricht Israel das Existenzrecht ab.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa