Politik

Rechte an Fridays for Future Greta will Klimabewegung als Marke sichern

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Gretha Thunberg startete 2018 in Stockholm ihren Protest. Mittlerweile folgen Tausende ihrem Beispiel.

(Foto: REUTERS)

Tausende protestieren unter dem Motto Fridays for Future wöchentlich gegen den Klimawandel. Initiatorin Greta Thunberg möchte nun offenbar die Bewegung als Marke schützen lassen. Laut einem Bericht sei ein erforderlicher Antrag bereits eingereicht worden.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg versucht laut einem Bericht den Namen der Klimabewegung Fridays for Future als Marke schützen zu lassen. Das meldet die Wochenzeitung "Die Zeit". Demnach ist im Dezember ein entsprechender Antrag beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum eingegangen.

Antragsteller sei eine Stiftung, die bisher nicht bekannt ist: "Stiftelsen The Greta Thunberg and Beata Ernman Foundation" mit Sitz in Stockholm. Auf Anfrage der "Zeit" erklärte ein Sprecher Thunbergs, die Stiftung sei von Greta Thunberg und ihrer Familie gegründet worden. "Das Ziel der Stiftung ist die Förderung ökologischer, klimatischer und sozialer Nachhaltigkeit sowie psychischer Gesundheit." Die Stiftung sei ein wichtiges Mittel, um transparent Geld zu spenden.

Neben der Stiftung versucht offenbar auch eine Unterstützerin Thunbergs namens Janine O'Keeffe, sich das Markenrecht für bestimmte Produkte unter dem Namen Fridays for Future zu sichern. In ihrem Antrag wird der Markenschutz für Rucksäcke, Mützen und viele weitere Produkte beansprucht. "Es gibt keine Absicht, daraus Geld zu machen", sagte O'Keeffe der "Zeit". Der Name Fridays for Future solle damit vielmehr vor Missbrauch geschützt werden.

Die inzwischen 17-jährige Thunberg setzte sich erstmals im August 2018 vor den Reichstag in Stockholm, um Politiker ihres Landes zu mehr Einsatz gegen den Klimawandel zu bewegen. Sie machte das zu einer Freitagstradition. Mittlerweile protestieren unter dem Motto Fridays for Future Tausende in aller Welt regelmäßig für mehr Klimaschutz, besonders viele in Deutschland. Dabei schwänzen viele Schülerinnen und Schüler den Unterricht, um die Dringlichkeit des Themas CO2-Ausstoß zu betonen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa