Politik

Kürbis-Saison eigentlich vorbeiGrünen-Chefin filetiert orangenes Fruchtgemüse und redet über Trump

21.01.2026, 21:22 Uhr
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Aktionen, die Trump als Kürbis darstellen, gab es bereits zuhauf. Wie auf diesem Bild in einem Londoner Zoo. (Foto: picture alliance / Photoshot)

US-Präsident Donald Trump teilt gegen seine Gegner gerne aus. Joe Biden bezeichnete er einmal als nahe dem "Gemüse-Stadium". Wer ein neues Video der Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner schaut, könnte den Eindruck gewinnen, sie verarbeite Trump symbolisch als solches.

Franziska Brantner, Co-Parteivorsitzende der Grünen, hat auf Instagram ein Video veröffentlicht, in dem sie einen Kürbis schlachtet. Zur im Video erkennbaren Trump-Assoziation hat sich ein Sprecher der Grünen verhalten. Dem "Tagesspiegel" sagte er: "Franziska Brantner kocht Kürbissuppe. Alles andere ist eine bösartige Unterstellung."

"Trump...", sagt Brantner zu Beginn des Clips, es folgt eine wirkungsvolle Pause. In dieser ist zu sehen, wie die Grünen-Vorsitzende ein großes spitzes Messer in einen Kürbis sticht und diesen anschneidet, unterlegt mit einem zischenden Schnittgeräusch.

Es geht dann um Trumps "Broligarchy". Trump habe die USA verkauft, sagt Brantner, und kritisiert Tech-Milliardäre. Darstellungen, die Trump satirisch mit einem Kürbis assoziieren, sind allgemein verbreitet - wegen der orangestichigen Hautfarbe des US-Präsidenten. Brantner verarbeitet den angeschnittenen Kürbis im Video weiter: Sie zerlegt ihn und entfernt mit einem Löffel die Kerne.

Suppe mundet Brantner nicht

Kleingeschnitten landet der Kürbis schließlich im Kochtopf, Brantner gießt Wasser hinzu. Am Ende ist eine fertig gekochte Suppe zu sehen. Dann probiert Brantner die Suppe, verzieht das Gesicht und sagt: "Das schmeckt nach einem Jahr schon ziemlich eklig." Das Video wurde am 20. Januar hochgeladen, also genau ein Jahr nach Trumps erneutem Amtsantritt.

Trump ist übrigens auch kein Unschuldiger, was Gemüse-Vergleiche angeht. Seinen Amts-Vorgänger Joe Biden attestierte er einmal, "nahe am Gemüse-Stadium" zu sein.

Vor dem "Tagesspiegel" griffen bereits das Julian-Reichelt-Portal "Nius" und die Plattform "Apollo News" Brantners Beitrag auf und bewerteten ihn als "geschmacklos" oder für "Irritationen" sorgend. Unter ihrem Instragram-Beitrag bekommt Brantner eher unterstützende Rückmeldungen - darunter weitere Kochanregungen.

Quelle: ntv.de, mpe

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