Politik

Janosch Dahmen im "Frühstart" Grünen-Politiker will Freiheiten für Geimpfte

Welche Einschränkungen sollen für Geimpfte gelten? Der Grünen-Politiker Dahmen hält lediglich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für zumutbar, alles andere nicht. Zudem fordert er flexiblere Impfangebote.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hält Einschränkungen für vollständig Geimpfte für nicht verhältnismäßig. "Einschränkende Maßnahmen sind nur dann zu rechtfertigen, wenn von einer Menschengruppe eine Gefahr ausgeht. Geimpfte Menschen sind keine Gefahr mehr, deshalb können für diese Menschen auch keine Einschränkungen mehr gelten." Nur geringfügige Maßnahmen - wie etwa das Tragen einer Maske - wären laut Dahmen noch weiter zumutbar.

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Mit Blick auf die nur langsam steigende Impfquote in Deutschland sieht Dahmen noch viel unausgeschöpftes Potenzial: "Wir haben in der Bevölkerung noch 10 bis 20 Prozent an Menschen, die sich impfen lassen wollen." Diese Menschen könnten aber einen festen Termin oft aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht wahrnehmen, sagt Dahmen. Daher fordert der Grünen-Politiker mehr Flexibilität bei den Impfangeboten: "Wir müssen aufhören, die Menschen planwirtschaftlich zum Impfstoff zu bringen, sondern wir müssen den Impfstoff zu den Menschen bringen." Laut Dahmen könne man dies unter anderem durch mobile Impfstationen erreichen. Darüber hinaus müsse auch die Corona-Warn-App erweitert werden, damit man den Menschen in ihrem Umkreis spontan freie Impftermine anzeigen könne.

Als weitere Lösung für eine höhere Impfquote spricht Dahmen eine optimierte Versorgung für die Arztpraxen an: "Die Apotheken müssten auch einzelne Impfspritzen an die Praxen abgeben können." Da die Impfdosen aktuell in Sechserpacks an die Arztpraxen ausgeliefert werden, würde dies spontane Impfungen unmöglich machen, so Dahmen. Sollte es aber beim Impfen weiter so schleppend vorangehen, schaut Dahmen - aufgrund der gefährlichen Delta-Variante - besorgt in die Zukunft. "Wenn wir so weitermachen, haben wir in einem Jahr über eine Million Menschen, die an Long-Covid-Folgen leiden."

Quelle: ntv.de, dhe

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