Politik

"Wir werden dich umbringen" Hamas bedroht Journalisten

Die den Gazastreifen beherrschende Hamas bedroht Mitarbeiter des israelischen Parlaments und Journalisten. "Du könntest der nächste Schalit sein", heißt es in einer SMS, die Tausende Israelis bekommen.

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Im Gaza-Stadt feierte die Hamas am Sonntag den zehnten Jahrestag des Todes ihres Gründers Scheich Jassin.

(Foto: REUTERS)

Tausende Menschen in Israel, darunter Knesset-Mitarbeiter und etwa 60 Auslandskorrespondenten, haben vom militärischen Arm der radikalislamischen Hamas, den Al-Kassam-Brigaden, Todesdrohungen per SMS auf ihre Handys erhalten.

"Wir werden dich umbringen", wurde da gesendet. "Beim nächsten Krieg wird Palästina zurückgewonnen", und "Du könntest der nächste Schalit werden", womit der israelische Soldat Gilad Schalit gemeint ist, der nach seiner Entführung fünf Jahre lang in Geiselhaft bei der Hamas saß.

Diese und weitere Botschaften in sehr schlechtem Hebräisch mit vielen Fehlern wurden von israelischen Handynummern mit der Vorwahl 057 oder 059 abgeschickt. Wer die Nummer des Absenders anrief, erhielt nur einen eigentümlichen Summton.

Die Vereinigung der Auslandspresse in Israel (fpa) veröffentlichte eine scharfe Verurteilung dieser massenhaften SMS-Drohungen und forderte die Hamas-Regierung in Gaza auf, zu garantieren, dass sich das niemals wiederholen möge. Die Auslandskorrespondenten seien nicht Teil des Konflikts, so die fpa.

Noch ist unklar, wie die Kassam-Brigaden an die Telefonnummern gelangt sind. In den vergangenen Monaten wurde allerdings bekannt, dass nicht nur das komplette Telefonverzeichnis des israelischen Presseamtes, sondern auch anderer, teils geheimer Einrichtungen in Israel gehackt wurden.

Quelle: n-tv.de