Politik

Bomben fallen bis zum AbkommenHegseth sieht entscheidende Phase des Iran-Kriegs gekommen

31.03.2026, 16:33 Uhr
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US-Verteidigungsminister-Pete-Hegseth-spricht-zu-Medienvertretern-waehrend-einer-Pressekonferenz-im-Pentagon
Hauptziel der USA ist laut Verteidigungsminister Hegseth ein Abkommen. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der Iran-Krieg dauert mittlerweile viereinhalb Wochen. Der ursprünglich ausgegebene Zeitplan umfasst vier bis sechs Wochen. US-Verteidigungsminister Hegseth sieht die entscheidende Phase nun gekommen. Wie der Krieg endet, ist noch immer offen. Die USA haben aber eine klare Präferenz.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. "In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt - die kommenden Tage werden entscheidend sein", sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. "In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln."

Ziel des Pentagon sei es, die Raketen, Drohnen und die Marine des Iran zu zerstören. Die Öffnung der Straße von Hormus erklärte Hegseth dagegen nicht zu einem militärischen Ziel. Dies sei eine Mission für andere Nationen. "Dieses Problem mit der Straße von Hormus … ist nicht nur ein Problem der Vereinigten Staaten von Amerika", sagte der selbst ernannte Kriegsminister. Er wiederholte damit die Forderung von Präsident Trump an andere Länder, die strategische Wasserstraße zu übernehmen, die der Iran blockiert hat.

Hegseth sagte, die neue iranische Führung sollte sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. "Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch größerer Intensität weitermachen." Experten gehen allerdings davon aus, dass derzeit noch radikalere Kräfte im Iran das Sagen haben als vor dem Iran-Krieg. So wurde vor allem der Leiter des iranischen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, noch als Pragmatiker betrachtet. Er starb allerdings bei einem israelischen Luftangriff Mitte März.

Obwohl noch immer unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. "Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab." Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden.

Hegseth sagte zudem, die Vereinigten Staaten seien sich sehr wohl bewusst, was China und Russland unternehmen würden, um dem Iran zu helfen. "Was Russland und China angeht, wissen wir genau, was sie tun oder nicht tun", sagte er Hegseth. Er werde nicht öffentlich sagen, worum es dabei genau gehe. "Aber wo es notwendig ist, gehen wir darauf ein, mildern die Auswirkungen oder stellen uns dem Problem direkt." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte gesagt, Russland habe den Iran mit Drohnen und Geheimdienstinformationen versorgt. Russland bestritt dies. Der Iran hatte zuvor Russland mit zahlreichen Drohnen für seine Invasion in der Ukraine unterstützt.

Quelle: ntv.de, als/dpa/rts/DJ

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