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Markus Schirling (rechts) soll das Foto im August 2014 gepostet haben.
Markus Schirling (rechts) soll das Foto im August 2014 gepostet haben.(Foto: Screenshot Facebook/ Erdlinge)
Dienstag, 24. April 2018

AfD-Mann posiert auf Zugspitze: Hitlergruß kostet Bezirkstags-Kandidatur

Zwei bayerische AfD-Politiker posieren mit Hitlergruß auf der Zugspitze - das zeigt zumindest ein von Aktivisten gepostetes Foto auf Facebook. Die Folgen: Eine Strafanzeige und der Rücktritt von einer Kandidatur für den Bezirkstag.

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Der bayerische AfD-Politiker Markus Schirling zieht Konsequenzen aus dem Vorwurf, er habe vor vier Jahren auf der Zugspitze den Hitlergruß gezeigt und sich dabei fotografieren lassen. Der AfD-Politiker, der Schatzmeister des AfD-Kreisverbandes Freising-Pfaffenhofen ist, verzichtet auf eine Kandidatur für den Bezirkstag. Schirling habe aus freien Stücken seinen Rücktritt von der Kandidatur bekanntgegeben, sagte Kreisverbandsvize Tobias Teich. Zu dem Vorwurf selbst äußerte er sich aber nicht.

Auch von Kreischef und Bundestagsabgeordneten Johannes Huber gibt es noch keine Stellungnahme. Er hatte der "Süddeutschen Zeitung" mitgeteilt, dass er die Sache erst prüfen und sich mit den beiden Männern beraten will, bevor er sich äußert.

Schirling und der Beisitzer des Kreisverbandes, Frank Salloch, sollen 2014 auf dem Zugspitzplatt den Hitlergruß gezeigt haben. Die Moosburger Aktivistengruppe "Erdlinge" postete ein entsprechendes Foto der beiden auf Facebook. Auf diesem posieren die beiden Männer unter dem Titel "Auf der höchsten Stelle vom Reich".

Johannes Becher, Landtagskandidat für die Grünen für den Landkreis Freising, stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen beide AfD-Mitglieder. "Dieses Bild zeigt nicht nur die Identifikation der beiden AfD-Politiker mit dem Gedankengut des Dritten Reichs, sondern stellt auch eine Straftat dar." Er hatte die AfD bereits vor Schirlings freiwilligem Rücktritt von der Kandidatur aufgefordert, diesen als Kandidaten für den Bezirkstag zurückzuziehen. "Personen mit einer solchen Gesinnung sollten keinen Platz haben in unseren kommunalen Gremien und Parlamenten", so Becher.

Quelle: n-tv.de