Politik

"Einer der Soldaten des IS" IS bekennt sich zu Nizza-Anschlag

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Dem IS zufolge habe der Anschlag Bürgern der Länder gegolten, die gegen die Terrormiliz kämpfen.

(Foto: imago/PanoramiC)

Drahtzieher des Terroranschlags in Nizza, bei dem mehr als 80 Menschen ums Leben kamen, ist offenbar die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Das erklärte das IS-Sprachrohr Amak.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist für den Angriff in Nizza verantwortlich, teilte die der Terrormiliz nahestehende Nachrichtenagentur Amak im Internet mit. Der Angreifer sei einer der Soldaten des IS gewesen, Der Anschlag habe Bürgern der Länder gegolten, die gegen die Miliz kämpfen. Die Erklärung ließ sich zunächst nicht von unabhängiger Seite verifizieren.

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Im Gedenken an die Anschlagsopfer leuchtet der Eiffelturm.

(Foto: imago/Xinhua)

Unterdessen sind in Nizza vier Männer aus dem näheren Umfeld des Attentäters festgenommen worden. Das berichtet AFP nach Informationen aus Ermittlerkreisen. Die am Freitag festgenommene Ex-Frau des 31-jährigen Tunesiers, der am Donnerstag in der südfranzösischen Stadt mit einem Laster in eine feiernde Menschenmenge gerast war, befinde sich noch immer in Polizeigewahrsam.

Nach Angaben seiner Familie soll der 31-jährige Attentäter von Nizza schon vor seiner Bluttat gewalttätig gewesen sein. "Er schlug seine Frau, also meine Cousine, er war ein Mistkerl", berichtete ein Familienmitglied der Online-Ausgabe der britischen Zeitung "Daily Mail". "Er trank Alkohol, er aß Schweinefleisch und er nahm Drogen."

Kleinkrimineller mit psychischen Problemen

Bereits zuvor hatte der Vater berichtet, dass sein Sohn früher wegen psychischer Probleme ärztlich behandelt worden sei. Bei dem Anschlag waren mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen, über 200 wurden verletzt. Der Attentäter lebte nach Angaben der Staatsanwaltschaft seit vielen Jahren in Nizza. Bis Donnerstag war er nur als Kleinkrimineller aufgefallen.

Das französische Sicherheitskabinett trat in Paris erneut zusammen, um über die Folgen des Attentats zu beraten. An dem Treffen nehmen neben Präsident François Hollande unter anderem Premierminister Manuel Valls sowie die Minister für Inneres und Verteidigung, Bernard Cazeneuve und Jean-Yves Le Drian sowie Generalstabschef Pierre de Villiers teil.

In Frankreich gilt eine dreitägige Staatstrauer. Für Montagmittag ist eine landesweite Schweigeminute geplant. Der Pariser Eiffelturm leuchtet in Gedenken an die Opfer von Nizza in den Farben der französischen Flagge Blau-Weiß-Rot. Die Beleuchtung soll während der gesamten Staatstrauer anbleiben.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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