Politik

Zeugen berichten von Massengrab IS ermordet 300 Ex-Polizisten im Irak

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Irakische Polizisten stehen Anfang November vor einer Stelle bei Hamam al-Alil, an der sich ein Massengrab befinden soll.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der IS gerät im Irak in immer stärkere Bedrängnis. Das hindert die Terroristen aber nicht daran, weitere Gräueltaten zu verüben. Es gibt Berichte über Massenhinrichtungen in der Nähe von Mossul.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Human Rights Watch im Irak mehr als 300 ehemalige Polizisten umgebracht. Die Opfer seien vor etwa drei Wochen bei Mossul erschossen worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Demnach wurden sie in einem Massengrab in der Nähe des Ortes Hammam al-Alil verscharrt.

Zu den Massentötungen sei es in der Nähe von Mossul gekommen, als sich die Miliz unter dem Druck einer Offensive von Regierungstruppen aus der Gegend zurückziehen musste. Der IS habe laut Augenzeugen bis zu 125 Männer auf vier großen Lastwagen abtransportiert. Kurz darauf seien minutenlang Schüsse und Schreie zu hören gewesen. Der Vorgang habe sich drei Nächte in Folge wiederholt.

"Es handelt sich um weitere Beweise für die schrecklichen Massenmorde des IS", sagte ein Vertreter von Human Rights Watch. Die Extremisten müssten für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen werden.

Quelle: ntv.de, hul/rts